Stadt Graz
30.06.2016      Suche      Kontakt            Sitemap      Language Selection



Suche
 

Stadtbibliothek Graz
Homepage: Stadtbibliothek Graz

Bibliotheken, Mediathek und Bücherbus: ein Zentrum für Information und Bildung, Kommunikation und Unterhaltung


Sammlung Kees
Homepage: Sammlung Kees

Bildsammlung steirischer Fotografen - 418 Fotografien von 19 Autoren


offsite_graz

Recherche zur und Dokumentation von öffentlicher Kunst in Graz: von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart



Grazer StadtschreiberIn


Auf Einladung der Stadt Graz verbringen SchriftstellerInnen aus Österreich und anderen Staaten einen begrenzten Zeitraum (1 Jahr) als Gäste in Graz.

Die Idee des traditionellen Stadtschreibers des Mittelalters, der bei Ratssitzungen als Protokollführer diente, wurde wieder aufgegriffen und neu definiert. Die eingeladenen SchriftstellerInnen erhalten die Möglichkeit, ohne finanziellen Druck ihrer literarischen Tätigkeit nachzugehen und sich mit der Atmosphäre und der Kulturszene der Stadt auseinanderzusetzen.

Die derzeitigen Jurymitglieder sind:


Dr. Markus Jaroschka
Drin Alexandra Millner
Mag. Paul Pechmann
Dr. Rüdiger Wischenbart

"Aktueller" Stadtschreiber (September 2015 bis August 2016):

Ulrich Schlotmann

Jurybegründung:
Mit „Die Freuden der Jagd“ legte der 1962 in Balve (Westfalen) geborene, in Berlin lebende Autor Ulrich Schlotmann einen besonders abgründigen, humor- und kunstvollen Text der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur vor. Erschienen in der kleinen Basler Edition von Urs Engeler, kursiert das Buch, an dem Schlotmann ein Jahrzehnt gearbeitet hat, bislang vor allem unter KennerInnen und Kennern avancierter Sprachkunst, besitzt allerdings in diesem Kontext einen besonderen Stellenwert.
„Der Mann, der in den Wald (hinein)geht...“, heißt es leitmotivisch in jenem dichten Sprachkosmos aus Mythen, Märchen, Erzählungen und Theoremen, den eine immer wieder neu anhebende, sich selbst kommentierende und relativierende Rede durchmisst: die Textbewegung ist gleichsam eine Sprachwanderung, die auf sämtliche mit Wald und Jagd assoziierte Wortfelder und Sprachzonen (und weit darüber hinaus) ausgreift, alle jene Bereiche durchschreitet, die davon handeln, was in der Welt unserer Tradition denn ein Mann ist. Schlotmanns elfhundert Seiten umfassendes Buch ist zugleich auch eine Mikro-Recherche nach in der Dichtung noch nicht oder kaum etablierten Verarbeitungs- und Darstellungsweisen mentaler Vorgänge wie Beobachten, Fühlen, Denken auf der Höhe zeitgenössischer Erkenntnisse von Psychologie und Neurowissenschaften. Bei aller Opulenz des Stofflichen besticht dieses Werk durch die akribische Ausarbeitung und -gestaltung aller vom Autor höchst funktional eingesetzten sprachlichen Mittel und Verfahren.
Sein der Jury vorgelegtes Schreibprojekt „Die Hub-, Schub- und Zugkräfte der Statik Band Eins“ verlangt ebenso auf exemplarische Weise ein alle geistigen Kräfte beanspruchendes Lesen: es organisiert Fühlen, Denken, Reden, Selbstbeobachten, Weltkonstruieren mittels dichterischer Verfahren auf eine Art, die der Komplexität solcher Prozesse in beeindruckender Konsequenz Rechnung zu tragen versucht. Ulrich Schlotmanns Anspruch an die Arbeit des Schriftstellers ist alles andere als bescheiden: den Widerhall der Welt dichterisch zu erfassen, indem man deren unverstandenen Komplexität nicht mit vorschnellen Simplifizierungen begegnet, sondern sich ebendieser wachen Auges und mit Entschiedenheit stellt.
Die Wahl von Ulrich Schlotmann zum Grazer Stadtschreiber ist ein Glücksfall für alle Leserinnen und Leser, deren Modus der Auseinandersetzung mit Literatur über das verständnisinnige Lob gängiger Romanliteratur hinausreicht.

Stadtschreiber 2014/15:

László Garaczi

Die Begründung der Jury:
László Garaczi (geb. 1956) ist einer der vielfältigst reflektierenden Intellektuellen des heutigen Ungarn. Nach Studien der Fächer Ungarisch-Geschichte an der Pädagogischen Hochschule in Eger und Philosophie an der Budapester ELTE lebt er seit 1982 als freier Schriftsteller in Budapest. Wie es im Kommunismus bei Intellektuellen üblich war, verdiente er mehrere Jahre lang sein Geld als Hilfsarbeiter in verschiedenen Fabriken und war vor und während der Wende in der Underground-Szene politisch tätig.

László Garaczi ist Verfasser zahlreicher Gedichtbände, Romane, Theaterstücke und Drehbücher. In seinen Romanen und Erzählbändern, von denen vier (Plastik, Die wunderbare Busfahrt, Pikasso sieht rot und Bekenntnisse eines Lemuren) auf Deutsch beim Grazer Droschl Verlag erschienen sind, dominiert eine genaue, oft spielerische Sprache mit augenzwinkerndem Humor und narrativer Virtuosität und breit gestreutem Wortschatz. Gerne und produktiv arbeitet er auch mit den Regisseuren und Regisseurinnen des neuen ungarischen Films zusammen. Seit einigen Jahren hat er zudem das Fotografieren für sich entdeckt, das sich ergänzend in Form von Illustrationen und Bild-Text-Projekten zu seinem literarischen Werk fügt.

Er verfolgt und kommentiert das politische Geschehen in Ungarn. Sein neuestes Theaterstück (EMKE – volt egyszer egy kávéház; EMKE – es gab einmal ein Kaffeehaus, 2012) überträgt die aktuellen politischen Ereignisse und Figuren in die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts in eine Kaffeehausatmosphäre. Auch in seinem erzählenden und essayistischen Werk behandelt László Garaczi oftmals in zeitkritischer Weise politische Themen.

Schon bisher hat László Garaczi unter anderem aufgrund seiner Publikationen im Droschl Verlag in Graz, durch Theateraufführungen in Wien und in der Grazer Literaturzeitschrift LICHTUNGEN intensive Beziehungen zur deutschsprachigen und insbesondere österreichischen Literaturszene unterhalten. Darüber hinaus hat er durch diverse Auslandsaufenthalte und Kooperationen reiche Erfahrung darin, sich in das lokale und regionale Literaturgeschehen des jeweiligen Gastlandes einzubringen.

Aufgrund dieses Profils wird László Garaczi als Stadtschreiber das literarische Leben in Graz sicherlich wesentlich bereichern.


Bisherige StadtschreiberInnen:

2013/2014: Ivana Sajko
2012/2013: Dana Ranga
2011/2012: Barbara Marković
2010/2011: Jörg ALBRECHT
2009/2010: Fiston Mwanza
2008/2009: Péter Zilahy
2007/2008: Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Nazar Hontschar
2006/2007: Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Saša Stanišiæ
2005/2006: Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Maruša Krese
2004/2005: Kenka Lekovich
1996/2003: Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Dževad Karahasan
1996: (1/2 Jahr) Boris L. Rahmanin
1994/1995: Gundi Feyrer
1993/1994: Franz Josef Czernin
1992/1993: Gert Jonke
1991/1992: Anselm Glück
1990/1991: Angela Krauß
1989/1990: Norbert Gstrein
1988/1989: Dr. Libuše Moníková


Betreuung


Die Betreuung erfolgt seit 1997 durch das Internationale Haus der Autoren (und Autorinnen) Graz (I.H.A.G.)
www.ihag.org

Richtlinien


"Richtlinien für das Literaturstipendium eines/r Grazer StadtschreiberIn"




KONTAKT:
Elvira Maurer
Kulturamt der Stadt Graz
Stigergasse 2 (Mariahilfer Platz), 2. Stock, A-8020 Graz
Tel: +43/316/872/4907
Fax: +43/316/872/4909
e-mail: elvira.maurer@stadt.graz.at

ABTEILUNGSVORSTAND
Dr. Peter Grabensberger
Kulturamt der Stadt Graz
Stigergasse 2 (Mariahilfer Platz), 2. Stock, A-8020 Graz
Tel.: +43/316/872-4900
Fax: +43/316/872-4909
e-mail: peter.grabensberger@stadt.graz.at


Junge Kultur Graz
Homepage: Junge Kultur Graz

Die besten Angebote: Programme von Künstlerinnen und Künstlern für junge Menschen, Kindertheater, Ausstellungen und noch vieles mehr.


WUNDERTüTE - Kultur für das junge Graz
Wundertuete

Das Kulturprogramm für Schulklassen für Schülerinnen und Schüler von 6-14 Jahren.


kultur.raum.graz
Homepage: Kultur.Raum.Graz

Die Kulturstätten- servicestelle eine Plattform zur Vermittlung geeigneter Räumlichkeiten für Kunst- und Kulturschaffende in Graz.





Kulturserver Graz KulturServerGraz - Ein Service der Stadt Graz
© 2001-2016 Kulturamt der Stadt Graz
Kalender
Tagesübersicht
Veranstaltungshinweise
Veranstaltungsorte
Veranstaltungsreihen
Kinoprogramm

Erweiterte Suche

Aktuelle Kulturnachrichten
RSS/Kalenderformate
RSS-Feeds

Mobile Version
Twitter
Facebook
Newsletter Abo
Newsletter online
Javascript
Export
Kultur A-Z
KünstlerInnen A-Z
Einrichtungen A-Z
Festivals A-Z

Richtlinien A-Z

KünstlerInnen-Datenbank
Ausschreibungen
Veranstaltungsleitfaden
Kulturamt
Politische Organe
Selbstverständnis
MitarbeiterInnen
Logos Kultur/Wissenschaft
Kulturentwicklung
Förderungen
Sachförderungen
Preise
Stipendien
Einrichtungen
Projekte
Informationen/Kontakt
Impressum
Richtlinien Kalender
Richtlinien A-Z
Team
Kooperationen

Kontakt Kalender
Kontakt Kultur A-Z
Kontakt Kulturamt

Feedback Formular
Termineingabe Formular


twitter Follow me on twitter
Finde uns auf Facebook