Stipendien für Bildende Kunst der Stadt Graz
Dotation/Förderungsziel
Die Stadt Graz vergibt vorbehaltlich der Beschlussfassung im Stadtsenat zwei Arbeitsstipendien in der Höhe von je € 5.000,-- für kontinuierliche künstlerische Tätigkeit im Bereich der Bildenden Kunst (Malerei, Grafik, Bildhauerei, Objektkunst, Medien- und Netzkunst). Ziel ist die Anerkennung von Grazer Bildenden KünstlerInnen, die eine Unterstützung ihrer kontinuierlichen künstlerischen Arbeit erfahren sollen und dezidiert in Graz selbst tätig sind. Die StipendiatInnen erklären sich bereit, innerhalb eines Jahres nach erfolgter Vergabe die Ergebnisse ihrer künstlerischen Tätigkeit des betreffenden Zeitraums der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Vergabekriterien
- Ausgewiesener Graz-Bezug: Geburtsort Graz, Wohnort Graz, Arbeitsschwerpunkt in der Stadt Graz
- Künstlerische Qualität
- Mindestens eine öffentliche Präsentation der Werke in Graz mit Dokumentation bzw. Katalog
Erforderliche Einreichungsunterlagen (6-fach)
- Motivations-Statement mit formlosem Ansuchen
- Biografie
- Verzeichnis von Ausstellungen
- Kataloge, Portfolios oder Dokumentationen
Vergabemodus
- Ausschreibung
- Bewertung durch Jury
- Entscheidung durch die zuständigen Organe der Stadt Graz (Kulturstadtrat, Stadtsenat)
- Zudem gestattet der Stipendiat / die Stipendiatin dem Kulturamt der Stadt Graz, über das Stipendium zu berichten (Website, gegebenenfalls Buch, gegebenenfalls Katalog, gegebenenfalls Massenmedien, wie Zeitungen und ähnliches). Dafür stellen sie ihre Dokumentation und Reproduktionen bzw. Bilder jener Werke, die im Rahmen des Stipendiums entstanden sind, kostenfrei zur Verfügung und erteilen die unentgeltliche Druckgenehmigung auch über das Jahr hinaus.
KONTAKT:
Mag.a Dr.in Andrea Wolfmayr
Kulturamt der Stadt Graz
Stigergasse 2 (Mariahilfer Platz), 2. Stock, A-8020 Graz
Tel: +43/316/872/4920
Fax: +43/316/872/4909
e-mail:
andrea.wolfmayr@stadt.graz.at
Aktuelle StipendiatInnen (2010)
Ingo Abeska absolvierte die HTBL Ortweinplatz und zeichnet sich sehr früh als Multitalent aus, das sich sowohl der Musik und auch der Bildenden Kunst zuwendet. Seit 2003 vollendet er in seiner Arbeitsmethodik täglich zumindest eine Zeichnung, wobei er trotz seiner ausgewiesenen künstlerischen Quaalität nur selten zu öffentlichen Auftritten zu bewegen ist. Vor allem in Kooperationsprojekten mit anderen KünstlerInnnen stellte er u. a. im Forum Stadtpark, beim ESC in der Jakoministraße, gemeinsam mit RHIZOM und Kunstverein rotor aus. Von den Auslandsausstellungen ist insbesondere Rotterdam zu erwähnen.
Für die Auswahl Ingo Abeskas führt die Jury ins Treffen, dass er sehr konsequent künstlerisch arbeitet, teils ironisch kritisch an die Themen herangeht-in einer fast täglichen Auseinandersetzung mit dem politisch-sozialen Leben-und "bei aller traditionellen Handwerklichkeit einen besonders modulierten Strich anwendet". Er erweist sich als "kritischer Beobachter unserer Zeit" und sollte als "unentdecktes Genie trotz der Kleinheit der Szene" in seiner Arbeit zusätzlich unterstützt werden.
Eva Helene Stern ist bereits als aktive und anerkannte Künstlerin vor fünf Jahren nach Graz übersiedelt. In der vergleichsweise kurzen Zeit arbeitete die aus Bayern Gebürtige in einer Personale mit der Akademie Graz zusammen, kooperierte mit den Vereinen Zebra und rotor, stellte ihre biomorphen Formen im Kunsthaus aus, beteiligite sich an Ausstellungen in der Galerie Eugen Lendl, im Medienturm und nahm an Projekten in Frankfurt, Paris, Mailand, Bremen und Tschechien teil.
Eva Helene Stern bereichert seit fünf Jahren die Grazer Kulturszene. Ihre performativen und feministischen Kunstansätze werden sowohl im Grafischen als auch Plastischen umgesetzt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre Ideen sehr stark vernetzt und mit ihren skulptural-performativen Arbeitsmethoden kosequent Eigenständigkeit entwickelt.