Stadt Graz
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PreisträgerInnen

des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbes seit 1990

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2017 - Ausschreibungsthema: ANDERS

JURY
  • Reinhard Jud, Regisseur, Autor, AT
  • Wolfgang Lehner, Kameramann, US
  • Cornelia Seitler, Produzentin Maximage, CH
  • Maga Susanne Spellitz, Redakteurin ORF, AT
  • Maga Clara Stern, AT

Im Rahmen der Diagonale 2017 wurden die vom Kulturressort der Stadt Graz initiierten und vom Grazer Stadtsenat beschlossenen Carl-Mayer-Drehbuchpreise im Rahmen der Diagonale-Drehbuchpreisvergabe am 31.3.2017 im Hotel Wiesler feierlich übergeben.

Der Hauptpreis des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs ging an Evi Romen für das Treatment Hochwald, den Förderungspreis erhielt Nikolaus Müller für das Treatment Rote Wand.

Die internationale Jury (Reinhard Jud, Wolfgang Lehner, Cornelia Seitler, Susanne Spellitz, Clara Stern) hat die Preisträger aus 27 Einreichungen zum Thema "Anders" ermittelt.

Jurybegründung für das Spielfilm-Treatment "Hochwald" von Evi Romen(Wien), Hauptpreis € 14.500,--
„Bei einem islamistischen Attentat in Paris verliert Diego seinen einzigen Freund. Nach seiner Rückkehr in ihre gemeinsame Heimat in den Dolomiten wird er geächtet. Für die Dorfgemeinschaft ist der Falsche gestorben. Diego findet vorübergehend Halt bei einem befreundeten Moslem, geht jedoch seinen eigenen Weg. Erwartungen an den Protagonisten werden gebrochen, die Geschichte überrascht durch unvorhersehbare Wendungen und hält bis zum Ende in Bann.“
Jurybegründung für das Spielfilm-Treatment "Rote Wand" von Nikolaus Müller (Wien), Förderpreis € 7.200,--
„Helena hat einen One Night Stand mit einem verheirateten Mann. Tags darauf verunglückt dieser vor ihren Augen tödlich. Sie nimmt Kontakt mit der schwangeren Witwe auf, daraus entwickelt sich ein Spiel der Projektionen und Spiegelungen. Die Jury wünscht sich für die Weiterarbeit mehr Vertrauen in das dramatische Potenzial der Geschichte und weniger Symbolik.“


2016 - Ausschreibungsthema: GNADENLOS

JURY
  • Reinhard Jud, Regisseur, Autor, AT
  • Wolfgang Lehner, Kameramann, US
  • Cornelia Seitler, Produzentin Maximage, CH
  • Mag.a Susanne Spellitz, Redakteurin ORF, AT
  • Siegmund Skalar, Vorjahrespreisträger

Im Rahmen der Diagonale 2016 wurden die vom Kulturressort der Stadt Graz initiierten und vom Grazer Stadtsenat beschlossenen Carl-Mayer-Drehbuchpreise am 11.3.2016 im HDA - Haus der Architektur feierlich übergeben.

Der Hauptpreis des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs in Höhe von € 14.500,-- ging an Clara Stern für das Treatment Training, den Förderungspreis in Höhe von € 7.200,-- erhielt das AutorInnen-Duo Franziska Pflaum und Roman Gielke für das Treatment Schneegestöber.

Jurybegründung für das Spielfilm-Treatment "Training" von Clara Stern, Hauptpreis € 14.500,--
„Mira unternimmt die notwendigen sozialen und medizinischen Schritte, um ein neues Leben als David zu beginnen. Am schwersten fällt ihr der Abschied vom Eishockeyspiel. Sie verliebt sich in die neue Teamkollegin Theresa und versucht, dass genau das nicht passiert. Denn bald ist sie nicht mehr Mira, sondern David. Die Glaubwürdigkeit der Figuren in ihrem Konfliktpotenzial und die Zartheit der Beschreibung ihrer Annäherungen ergeben eine Liebesgeschichte, die unter der Haut bleibt.“
Jurybegründung für das Spielfilm-Treatment "Schneegestöber" von Franziska Pflaum und Roman Gielke, Förderpreis € 7.200,--
„Leonie, Tochter des Chefs eines Hotelimperiums, stürzt in eine bodenlose Krise, als sie gezwungen wird, ein Hotel in den Bergen zu verwalten. Aus dem Gefühl, kein eigenes Leben zu haben, sucht sie die Nähe zu einer exzessiven Hotelangestellten und deren kriminellen Bruder. Die Geschichte basiert auf einer spannenden Grundkostellation, sie ist schnörkellos, hart und unsentimental erzählt. Ihr Potenzial ist jedoch noch nicht in voller Konsequenz ausgeschöpft.“


2015 - Ausschreibungsthema: TÄUSCHUNG

JURY
  • Reinhard Jud, Regisseur, Autor, AT
  • Wolfgang Lehner, Kameramann, US
  • Cornelia Seitler, Produzentin Maximage, CH
  • Mag.a Susanne Spellitz, Redakteurin ORF, AT
  • Rainer Weidlinger, Regisseur, Autor, AT

Im Rahmen der Diagonale 2015 wurden die vom Kulturressort der Stadt Graz initiierten und vom Grazer Stadtsenat beschlossenen Carl-Mayer-Drehbuchpreise feierlich übergeben.

Der Hauptpreis des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs ging an Siegmund Skalar für das Treatment Die Stille, den Förderungspreis erhielt das Autoren-Duo Matthias Writze und Michael Podogil für das Treatment The Power of Love. Für Senad Halilbasics Dokumentarfilm-Treatment Fremdenzimmer wurde eine lobende Erwähnung ausgesprochen.

Die internationale Jury (Reinhard Jud, Wolfgang Lehner, Cornelia Seitler, Susanne Spellitz, Rainer Weidlinger) hat die Preisträger aus 47 Einreichungen zum Thema Täuschung ermittelt.

Jurybegründung für das Spielfilm-Treatment "Die Stille von Siegmund Skalar" (Wien), Hauptpreis € 14.500,--
Für Marlene ist es vorbei mit der Beziehung. Thomas mobilisiert alle seine Kräfte, sie zurückzugewinnen. Ohne Rücksicht auf sich selbst und seine Situation. Ein einfallsreicher Charakter, spielerisch und voller Zärtlichkeit geschildert, jagt durch eine Geschichte über die Liebe.
Jurybegründung für das Spielfilm-Treatment "The Power of Love" von Matthias Writze und Michael Podogil (Wien), Förderpreis € 7.200,--
Ein tyrannischer Vater, eine kuschende Mutter, zwei sich liebende Brüder. Bei einem Unfall, beim Spielen im Wald, verunglückt der ältere Bruder David tödlich. Doch als Michael nach Hause kommt, ist David wohlauf. In der Folge strapaziert dieser die Familienbande bis zur Eskalation. Die unheimliche Präsenz von David und Michaels Zustand blanker Angst schaffen die Basis für einen zeitgemäßen Horrorthriller.



2014 - Ausschreibungsthema: VERRAT

JURY
  • Reinhard Jud, Autor, Regisseur /Wien, Juryvorsitzender
  • Wolfgang Lehner, Kameramann /New York
  • Cornelia Seitler, Filmproduzentin /Zürich
  • Mag.a Susanne Spellitz, Redakteurin, ORF
  • Monja Art, Autor/Lanzenkirchen, Hauptpreisträger 2013

Eingereicht wurden 43 Treatments, von denen vier aus formalen Gründen disqualifiziert werden mussten und eines wurde zurückgezogen. Aufgrund der Qualität der eingereichten Stoffe hat die Jury entschieden heuer drei Förderpreise in Höhe von je € 7.200,-- zu vergeben.

  • Mehr als allein – Treatment von Wolfgang Muhr, Bad Vöslau.

    Gernot ist eigentlich glücklich und angekommen im Leben mit seiner Freundin und seinem Job. Doch spätestens als seine Tante stirbt und er das Haus am Land erbt, stellt er fest, dass das Fundament seines Lebens brüchig ist. Die filmische Erzählweise ist spannend und in den fein beobachteten Figuren liegt ausreichend Konfliktpotenzial. Dadurch dass eine familiäre Nazivergangenheit als Auslöser für das Auseinanderbrechen verwendet wird, verliert die Geschichte an Stärke.

  • Vom Anblick der Waffen versprach ich mir Hände – Treatment von Tina Leisch, Wien

    Das Leben ist ein Spaß und alles scheint möglich für die schwarze Minou und ihre jüdische Freundin Judith. Es wird ernst, als sich Minou in den attraktiven Neonazi Sebastian verliebt. Die Figuren wirken in ihrer Verrücktheit mitreißend, leider verliert sich die anfangs geistreiche Geschichte in ihrer Konstruktion und endet unbefriedigend.

  • Reise nach Mond – Treatment von Rainer Weidlinger, Wien

    Drei Mädchen suchen ihr Glück. Das findet sich nicht im Dorf beim Fressen, Ficken und Saufen, aber vielleicht auf Lanzarote. Auf der abenteuerlichen Reise überschreitet die Clique alle Landes- und persönlichen Grenzen. Schlussendlich stranden die drei am Ort ihrer Träume, jede ist für sich allein. Bestechend sind der Wagemut der Geschichte und das Spiel mit psychologischen Abgründen. Das Motiv der Herausforderung einer solchen Reise ist jedoch noch nicht voll ausgearbeitet.

Lobende Erwähnung: Treatment „Tabuzonen“ von Gabriele Kögl


2013 - Ausschreibungsthema: GAME OVER

JURY
  • Reinhard Jud, Autor, Regisseur /Wien, Juryvorsitzender
  • Wolfgang Lehner, Kameramann /New York
  • Cornelia Seitler, Filmproduzentin /Zürich
  • Mag.a Susanne Spellitz, Redakteurin, ORF
  • Kevin Lutz, Autor /Wien, Hauptpreisträger 2012 (zusammen mit Christoph Brunner)

Eingereicht wurden 50 Treatments, von denen eines aus formalen Gründen disqualifiziert werden musste.

HAUPTPREIS in Höhe von Euro 14.500,--
  • für das Treatment Siebzehn – Kinofilm von Monja Art, Lanzenkirchen.

    Das Suchen und Erproben von Sex. Paula, eine überdurchschnittlich intelligente Schülerin, verliebt sich in Charlotte aus ihrer Klasse und fühlt sich gleichzeitig von der zügellosen Lilli permanent provoziert, Grenzen zu überschreiten. Die Geschichte besticht durch ihre vielseitig schillernden Figuren sowie die präzisen Beobachtungen von jugendlichem Gefühlschaos, Freude und Schmerz.

FÖRDERUNGSPREIS in Höhe von Euro 7.200,--
  • geht an das Treatment Der Rand – Kinofilm von Achmed Abdel Salam

    Zwischen dem 30jährigen Drogenkurier Daniel und der 24 Jahre alten Kellnerin Pia entwickelt sich eine fatale Komplizenschaft: Eine Leiche muss verschwinden, dazu wird Pias Chef eingespannt, mit dem sie ein Verhältnis unterhielt. Der Autor hat Figuren und einen Plot geschaffen, die genug Potenzial hätten, von sich aus zu einem stringenten Ende zu kommen, ohne sich in Symbolik flüchten zu müssen.

    Die Jury spricht „Mission Impossible“ von Kurdwin Ayub eine lobende Erwähnung für den Mut und die Sensibilität in der Beschreibung intimer Situationen aus.


Pressemitteilung 2013


2012 - Ausschreibungsthema: EMPÖRUNG

JURY
  • Reinhard Jud, Autor, Regisseur /Wien, Juryvorsitzender
  • Wolfgang Lehner, Kameramann /New York
  • Jakob Pretterhofer, Autor /Wien, Vorjahresförderungspreisträger
  • Cornelia Seitler, Filmproduzentin /Zürich
  • Mag.a Susanne Spellitz, Redakteurin, ORF Abteilung Fernsehfilm

Eingereicht wurden 52 Treatments, von denen 3 aus formalen Gründen disqualifiziert werden mussten.

HAUPTPREIS in Höhe von Euro 14.500,--
  • für das Treatment Constantin Nikolaus Bickermann – Kinofilm von Christoph Brunner und Kevin Lutz, beide Wien.

    Drei Figuren verlieren den Boden unter den Füßen: Eine schwangere Schülerin belangt ihren Religionslehrer wegen Vaterschaft, einem Society-Reporter wird seine amtliche Identität geklaut, einer Bühnenbildnerin stirbt der moldawische Geliebte, sie fährt zum Begräbnis in dessen Heimat und wir erfahren, dass der Tote Auslöser aller Verstrickungen ist.
    Beeindruckend am Stoff ist der spielerische Umgang mit Figuren und Motiven, für die weitere Entwicklung erwartet sich die Jury mehr Mut zum kräftigen Strich, ohne dass das Geheimnisvolle der Geschichte dabei verloren geht.

FÖRDERUNGSPREIS in Höhe von Euro 7.200,--
  • geht an das Treatment Es war einmal in Wien – Kinofilm von Hüseyin Tabak

    Bei einer Schießerei an einer Tankstelle sterben ein Polizist und ein junger Türke. Dieser Vorfall löst Unruhen in Ottakring aus, sieben Personen sehen sich in ihrer Identität gefordert.
    Was packend und mit großer atmosphärischer Dichte beginnt, wird im Laufe der Geschichte leider einer allzu offensichtlichen Botschaft geopfert.


Pressemitteilung 2012



Kevin Lutz


Christoph Brunner, Kevin Lutz


Hüseyin Tabak


Hüseyin Tabak, Jakob Pretterhofer mit StR. Grossmann

2011 - Ausschreibungsthema: AUFBRUCH




JURY
  • Reinhard Jud, Autor, Regisseur /Wien, Juryvorsitzender
  • Wolfgang Lehner, Kameramann /New York
  • Wolfgang Muhr, Autor /Bad Vöslau, Vorjahresförderungspreisträger
  • Cornelia Seitler, Filmproduzentin /Zürich
  • Mag.a Susanne Spellitz, Redakteurin, ORF Abteilung Fernsehfilm

Eingereicht wurden 50 Treatments, von denen 10 aus formalen Gründen disqualifiziert werden mussten.

HAUPTPREIS in Höhe von Euro 14.500,--
  • für das Treatment ÜBERLEBEN – Kinofilm von Jakob Pretterhofer, Wien.

    Jack übt Würgen, Nina gewinnt Kartrennen. Jack wäre gern Jack Unterweger, Nina will werden wie Jochen Rindt. Die zwei jugendlichen Außenseiter sind voneinander angezogen, in der ersten gemeinsamen Nacht brechen Barrieren auf. Da eine langfristige Beziehung aussichtslos erscheint, überlassen sich die beiden in aller Vehemenz ihren selbst gewählten Rollen: Jetzt erst recht!
    Es handelt sich um eine lebendige Geschichte voller stimmiger Details und unerwarteter Wendungen. Selbst die Extreme, in denen sich die ProtagonistInnen bewegen, sind in großem Echtheitsgrad beschrieben, und auch der Humor kommt nicht zu kurz.

FÖRDERUNGSPREIS in Höhe von Euro 7.200,--
  • geht an das Treatment GESCHWISTER – Kinofilm von Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Markus Mörth

    Ein junges Geschwisterpaar flüchtet aus dem ärmlichen Moldawien nach Österreich. Dabei beansprucht der labile Bruder die ständige Aufmerksamkeit seiner älteren Schwester. Im Laufe der Handlung werden beide über die Grenzen ihrer Belastbarkeit gedrängt.
    Während die Szenen für sich emotional unter die Haut gehen, verliert sich die Spannung gegen Ende der Geschichte. Daran sollte noch gearbeitet werden.


Pressemitteilung 2011



Hauptpreisträger Jakob Pretterhofer


Förderungspreisträger Markus Mörth


Preisträger mit Jurymitgliedern: Mag.a Susanne Spellitz, Markus Mörth, Jakob Pretterhofer, Reinhard Jud, Wolfgang Muhr (v.l.n.r.)



2010 - Ausschreibungsthema: ARM UND REICH


JURY
  • Reinhard Jud, Autor, Regisseur /Wien, Juryvorsitzender
  • Wolfgang Lehner, Kameramann /New York
  • Albert Meisl, Autor /Wien, Vorjahrespreisträger
  • Cornelia Seitler, Filmproduzentin /Zürich
  • Mag.a Susanne Spellitz, Redakteurin, ORF Abteilung Fernsehfilm

Eingereicht wurden 38 Treatments.

HAUPTPREIS in Höhe von Euro 14.500,-
  • für das Treatment GROSSMATTGLOCKNERHORN – Kinofilm von Wolfgang Rupert Muhr, Bad Vöslau.

    In Walther Heinreichs Welt stimmt gar nichts mehr: Der leidenschaftliche Motorradfahrer hat zwei Freunde bei der jährlichen Tour durch die Alpen verloren. Ein Lottomillionär, dem er das Leben rettet, drängt ihm die Chance auf, mit dem Verlust klarzukommen. Unwillig tritt er die Reise zum Schicksalsort an und findet dabei seinen Lebenswillen wieder. Die Jury war beeindruckt von der hohen erzählerischen Qualität, der feinfühligen Zeichnung von Figuren und Milieu sowie dem humorvollen Grundton.

FÖRDERUNGSPREIS in Höhe von Euro 7.200,-
  • geht an das Treatment KINDERSZENEN – Kinofilm von Henning Backhaus, Wien.

    Für Tommy und Laszlo ist Musik das Leben. Tommy kommt aus einfachen Verhältnissen und versucht, mit seiner Kellerband den großen Durchbruch zu schaffen, der Keyboarder Laszlo sieht sich mit dem Scheitern einer Karriere als klassischer Pianist konfrontiert. Als Tommys Mutter überraschend stirbt, blendet er den Tod aus, stürzt sich in Exzesse und lässt sich mit Laszlos Freundin ein.
    Der Autor zeichnet sich durch große Beobachtungsgabe und einen scharfen Blick auf zwischenmenschliche Prozesse aus. Knapp, real und schwungvoll werden hier Figuren geschildert, die sich Ernsthaftigkeit vorspielen und sich ihrer Unzulänglichkeit nicht bewusst werden wollen.


    Lobende Erwähnung: Berith Schistek/Karl Benedikter: Der Zauber des Mondes - Kinderfilm

Pressemitteilung 2010



Henning Backhaus


Wolfgang Rupert Muhr



2009 - Ausschreibungsthema: NEID


Eingereicht wurden 37 Treatments.

HAUPTPREIS in Höhe von Euro 14.500,-
  • für das Treatment Claudia schafft es Melodram/Thriller von Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Richard Schuberth, Wien
    Die Krankenschwester Claudia ist auf der Intensivstation täglich mit Überarbeitung, Leid, Siechtum, Tod, Mobbing und überheblichen Kollegen konfrontiert. Nach der Arbeit muss sie den bettlägerigen Vater pflegen, den sie insgeheim hasst. Sie schöpft Hoffnung, als ein bekannter Opernsänger nach einem Unfall in die Station kommt und ihr seine Zuneigung zeigt. Er lässt sie jedoch bereits bei seiner Entlassung fallen. Aufgefangen wird sie von der exzentrischen und psychopathischen Stationsoberschwester Lina, die aus den Außenseiterinnen der Station eine Clique rekrutiert und diese geschickt zu manipulieren weiß. So weit, dass sie bereit sind, bei der Ermordung hilfloser, schwacher, nicht mehr rekonvaleszenzfähiger Patienten zu assistieren. Nach einem misslungenen Selbstmordversuch zählt auch der Opernsänger zu Linas Todeskandidaten und Claudia muss sich entscheiden.
    Dass jemand gegen Verhältnisse wütet, ohne sich seiner Wut zu überlassen, sondern unerhört raffiniert, geradezu ausgefuchst verfährt, macht das Buch zur Herausforderung.

FÖRDERUNGSPREIS in Höhe von Euro 7.200,-
  • für das Treatment Nur ein Spiel Kinofilm von Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Albert Meisl, Wien Die asbestverseuchte Schauspielschule hat ihr Ausweichquartier in einem Einkaufszentrum aufgeschlagen. Hier sieht sich der Schauspielschüler Peter Buchinger mit dem dämonischen Rollenlehrer Tanner konfrontiert, der aus ihm einen großen Schauspieler machen und sich selbst ein Denkmal setzen will. In einer Atmosphäre von Konkurrenz, in der jeder Erfolg von den Kollegen sofort beneidet wird, versucht Peter, sich treu zu bleiben.
    Eine bodenständige Geschichte, schnörkellos, unprätentiös, und sensibel erzählt. Der Entwicklungsboden der Hauptfigur scheint im Gegensatz dazu noch unausgegoren.


Pressemitteilung 2009


Foto: diagonale Richard Schuberth

Foto: diagonale

 Foto: diagonale
Kulturstadtrat Dr. Wolfgang Riedler und Albert Meisl

Foto: diagonale (c) Klaus Pressberger

2008 - Ausschreibungsthema: SEXAPPEAL

Eingereicht wurden 36 Treatments. Ein Stoff wurde disqualifiziert wegen mangelhafter Unterlagen.

HAUPTPREIS in Höhe von Euro 14.500,-
  • für das Treatment Pony Kinofilm von Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Markus Mörth, Graz
    Pony, eine junge Studentin der Rechtswissenschaften, will ökonomische Sicherheit. Sie beginnt als Kindermädchen im Haushalt eines Politikers und einer Anwältin zu arbeiten. Mit sicherem Instinkt und kalter Beharrlichkeit benützt sie die Eitelkeiten und Schwächen ihres Umfelds und wendet Herrschaftsverhältnisse zu ihren Gunsten. Bestechend an der Geschichte ist die Hauptfigur, zu wünschen ist eine adäquate szenische Ausarbeitung.

FÖRDERUNGSPREIS in Höhe von Euro 7.200,-
  • Die Jury hat einstimmig beschlossen, in diesem Jahr nur den Hauptpreis zu vergeben. Sie betrachtet es als ihre Aufgabe, ausschließlich Preise für Stoffe zu verleihen, deren Potential für einen Kinofilm offensichtlich ist. Für das nächste Jahr erhofft sie sich wieder besser durchdachte und ausgearbeitete Stoffe.


Pressemitteilung 2008

Foto: diagonale Markus Mörth

Foto: diagonale/

 Foto: diagonale
Kulturstadtrat Dr. Wolfgang Riedler überreicht den Carl-Mayer-Drehbuchpreis an Markus Mörth

Foto: diagonale/

Foto: diagonale Kulturstadtrat Dr. Wolfgang Riedler überreicht den Carl-Mayer-Drehbuchpreis an Markus Mörth

Foto: diagonale/


2007 - Ausschreibungsthema: BEWEGUNG

Eingereicht wurden 58 Treatments, davon 16 TV-Stoffe. Ein Stoff wurde disqualifiziert, da ein bereits fertiges Drehbuch eingereicht wurde, was nicht statutenkonform ist.

HAUPTPREIS in Höhe von Euro 14.500,-
  • für das Treatment Stillleben Kinofilm von Thomas Reider, Wien
    Ein schockierender Liebesbrief des Vaters zwingt das distanzierte Geschwisterpaar Bernhard und Lydia, beide Mitte zwanzig, in die Auseinandersetzung mit einer ungewissen Erinnerung und Gegenwart, in der sie dem Anderen und sich selbst eine Spur näher kommen. Die Unausweichlichkeit der Situation und die Ohnmacht der Figuren schaffen eine Spannung, die der Autor durch seine ruhige und präzise Erzählweise noch intensiviert. Die Geschichte geht unter die Haut. Was das Ende betrifft, wünschen die Jurymitglieder sich mehr Mut und Vertrauen zu den Figuren.

FÖRDERUNGSPREIS in Höhe von Euro 7.200,-
  • Fünf Leben – Dokumentation vom Autorenteam Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Christoph Hochenbichler und Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Josef Pallwein-Prettner, beide Wien.
    Ein Dokumentarfilm, der fünf schwangere Frauen über einen Zeitraum von mehreren Monaten begleitet – in Senegal, China, Rumänien, Iran und USA. Aus der Perspektive der schwangeren Frauen entsteht ein spezifisches Bild von fünf unterschiedlichen Gesellschaften. Für die weitere Entwicklung des Stoffes wünschen die Jurymitglieder, dass es den Autoren gelingt, die Risiken und Chancen des Projektes zu erkennen.
ORF-PREIS für das beste TV-TREATMENT in Höhe von Euro 4.000,-
  • an Running Sushi TV-Film von Ulla Neuwirther, Allerheiligen bei Wildon.
    "Am späten Abend in einem Sushi-Restaurant in einer österreichischen Stadt. Die Vorhänge sind zu gezogen, die Türe versperrt.
    Alle Anwesenden starren gespannt auf Mirjam. Sie, im Kimono, hält ein Messer in der Hand und steht innerhalb der Kücheninsel, um die das Sushi-Band fährt. Vor ihr sitzt Tom, der eigentliche Koch, gefesselt, geknebelt ..."

    "Die Anwesenden" – das ist eine bunte Mischung von gefangenen Gästen, die in dieser kulinarischen Großstadt-Groteske gezwungen werden, die Sushi zu essen, die Mirjam zubereitet und die in diesem Zusammenhang viel Zeit haben, sich zu überlegen, warum sie eigentlich in diese Lage gekommen sind, wie sie das verdient haben, wann sie was falsch gemacht haben.

    Dass das Geschen auch noch von einem tief weisen – und witzigen - Kugelfisch kommentiert wird, macht dieses illegitime Kind von Peter Greenaway und Monty Python zu einem erfrischend originellen, höchst eigenständigen Beitrag und zum völlig verdienten – weil von allen Juroren unabhängig voneinander auf den Ersten Platz gesetzten - Sieger im diesjährigen Carl-Mayer-Drehbuch-Wettbewerb.

Pressemitteilung 2007


Foto: Milo Tesselaar Kulturstadtrat Werner Miedl überreicht den Hauptpreis an Thomas Reider.

Foto: diagonale/roland renner

 Foto: Milo Tesselaar
Thomas Reider.

Foto: diagonale/roland renner

Foto: Milo Tesselaar Kulturstadtrat Werner Miedl überreicht den Förderungspreis an Christoph Hochenbichler und Josef Pallwein-Prettner.

Foto: diagonale/roland renner

 Foto: Milo Tesselaar
Die Förderungspreisträger Christoph Hochenbichler und Josef Pallwein-Prettner.

Foto: diagonale/roland renner


2006 - Ausschreibungsthema: VERFÜHRUNG

Eingereicht wurden 100 Treatments, davon 68 Kinostoffe, 2 Kino-Doku-Stoffe und 30 TV-Stoffe. Aufgrund von Nichteinhaltung der Statuten wurden 4 Stoffe disqualifiziert.

HAUPTPREIS in Höhe von Euro 14.500,-
  • IMMER NIE AM MEER (Nr.39.) – Romantic Drama von Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Thomas Weingartner aus Wien (geb. 1976 in Lienz).
    Ein junger Mann verliebt sich – in einen anderen jungen Mann. Ein im österreichischen Film bisher kaum behandeltes Thema. Eine schöne Liebesgeschichte, ohne Pathos, die sich zwischen geduldeter ländlicher und institutionalisierter städtischer Subkultur bewegt.
FÖRDERUNGSPREIS in Höhe von Euro 7.200,-
  • ILDIKO (Nr.98) – Drama/Roadmovie von Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Lilly Jäckl derzeit Berlin (geb. 1978 in Vasoldsberg/Stmk).
    Ildiko - Eine junge Frau, schwanger, allein. Mit dem Auto unterwegs von Berlin über Graz nach Ungarn, wo sie das Grab ihrer Eltern besucht. Die Konfrontation mit Erinnerungen führt sie zu einer Entscheidung.
    Intensive Bilder und eine energievolle Geschichte, an deren Verdichtung noch gearbeitet werden kann.
LOBENDE ERWÄHNUNG
  • COMMANDANTE CASANOVA (Nr.21) – Drama von Wolfgang Weidinger aus Wien (geb. 1960 in Güssing)
    Das Mobbing ihrer Kollegen bringt die junge Altenpflegerin Eva in einen Zustand der Apathie und Todes-Sehnsucht, aus welchem sie von dem ehemaligen Spanienkämpfer "Commandante Casanova" dazu bewegt wird, einen Schritt zu tun und ihr Leben zu leben.
    Man würde der Hauptfigur mehr Kraft und Profil wünschen.
ORF-PREIS für fernsehgerechte Stoffe
  • Magda’s Dilemma (Nr. 69) – Komödie von Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Susanne Rendl aus Wien (geb. 1958 in Gmunden/OÖ)
    Gesucht wurde ein Treatment für eine Komödie, die den Zuschauer/die Zuschauerin mit Dramatik, Emotion, Humor und Raffinesse verführt.
    Die Jury hat sich für das Projekt Magda’s Dilemma entschieden. Obwohl diese Geschichte auf den ersten Blick nicht von den Problemen der heute 30-Jährigen handelt wie in der Ausschreibung erwünscht, überzeugte sie durch Charme und Einfühlungsvermögen: Es geht um Liebe und die ewige Suche nach ihr, es geht um Verführbarkeit und Versuchung des Augenblicks angesichts prekärer existenzieller Nöte und darum, dass im Film gelingen kann, wovon wir im Leben allzu oft nur träumen. Auf glaubwürdige und märchenhafte Weise ist Magdas Geschichte "bigger than life", denn die vom Leben nicht allzu verwöhnte Früh-pensionistin Magda ist fest entschlossen, ihre Chance auf Glück nicht mehr loszulassen. Gelegenheit macht nicht nur Diebe, sondern auch Liebe möglich, und so wird Magda schlussendlich auch noch ungeahnte Zuneigung zuteil. Charmant, romantisch und mit einem scharfen Blick für Details entfaltet die Autorin die Geschichte einer Verliererin, die am Ende alles gewinnt.
Pressemitteilung 2006


Foto: Milo Tesselaar Frau Gemeinderätin Anne-Marie Leb überreicht die Preise des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbes.

Foto: Milo Tesselaar

 Foto: Milo Tesselaar
Die PreisträgerInnen.

Foto:Milo Tesselaar


2005 - Ausschreibungsthema: ANGST

Eingereicht wurden 95 Treatments, darunter 79 Kinostoffe und 16 TV-Stoffe. Aufgrund von Nichteinhaltung der Statuten wurden 3 Stoffe disqulifiziert

HAUPTPREIS
  • Andrina Mraènikar - Ma Folie
    Eine Mischung aus Liebesgeschichte und Thriller.
    "Ma Folie" ist eine präzis beobachtete Spirale von Sehnsucht, Projektion, Ablehnung, Ohnmacht und Bedrohung. Die auf zweimaligen Treffen und romantischen Videobotschaften basierende Long-Distance-Bekanntschaft zwischen Hannah und dem französischen Filmstudenten Yann erlebt beim Wiedersehen eine jähe Ernüchterung. Hannah hat Yann selbst nie geliebt, genau das will Yann nicht wahrhaben. Er steigert sich in einen Angst einflössenden Wahn, der für beide existentiell bedrohlich wird.
    Für die Arbeit am Drehbuch wird es für die Autorin eine große Herausforderung sein, die etablierte Dichte bis zum Schluss beizubehalten.


  • Martin Leidenfrost u. Ruth Mader - Serviam – Ich will dienen
    Ein Thriller
    "Serviam – Ich will dienen" erzählt von einem katholischen Internat für Töchter reicher Eltern. In dieser abgeschotteten Welt kämpft eine Ordensschwester autoritär um den Glauben jedes einzelnen Kindes. Drei Mädchen geraten in den sadomasochistisch geprägten Sog der Schwester, nur einer gelingt der Ausbruch. Die Entrücktheit des Internats erzeugt Thrill und subtilen Horror.
    Eine stärkere Verankerung des Stoffs in der Gegenwart wäre der Glaubwürdigkeit der Geschichte zuträglich.

FÖRDERUNGSPREIS
  • Christian Frosch - Vanitas
    Eine Mischung aus Melodram, Farce und Tragödie.
    "Vanitas" erzählt neun Geschichten, zur selben Zeit, am selben Ort – die fortlaufende Wiederkehr desselben Moments, der sich in der Wiederholung immer neu darstellt. Mit wenigen Strichen gelingt es dem Autor, einen Kosmos von Figuren und Lebensentwürfen, ein glaubwürdiges Geflecht von Beziehungen und Abhängigkeiten im kleinstädtischen Milieu zu zeichnen.
    Die straffe Konstruktion erscheint zwar virtuos durchkomponiert, jedoch zerschneidet zuletzt eine Katastrophe alle Geschichten und Stränge und mag deshalb für manche unbefriedigend wirken. Eine Symphonie mit letalem Paukenschlag.

Lobende Erwähnung:
  • Bernhard Seiter - Der erste Tote meines Lebens
    Ein komödiantisches Liebesmelodram.
    Ein erfrischendes Talent, das die Jury durch Leichtigkeit, Charme und Originalität überzeugte.

ORF-PREIS für fernsehgerechte Stoffe
  • wurde aufgrund mangelnder Qualität der TV-Stoffe nicht vergeben.

Pressemitteilung 2005



2004 - Ausschreibungsthema: GIER

Eingereicht wurden 49 Treatments, darunter 29 Kinostoffe, 20 TV-Stoffe.

HAUPTPREIS
  • Richard Schuberth - Handy-Geschichten
    Drei Episoden, die scheinbar lose durch den Besitzerwechsel eines Mobiltelefons verbunden sind. Richard Schuberth erzählt düster-melancholische Liebesgeschichten mit stark erotischer, mitunter auch satirischer Ausprägung. Im Zentrum stehen die letzten Tage des Drogenhändlers Martin Hastings, die politisch korrekte Mission der Ethnologin Beate Huber und die Obsession ihres Bruder, des Drogenpolizisten Ferry.
    Im Sog einer enormen erzählerischen Druckwelle werden wir mit Menschen konfrontiert, die in ihrer Gier nach Anerkennung und Macht andere Menschen zerstören oder selbst zerstört werden.

FÖRDERUNGSPREIS
  • Simone Schönett und Harald Schwinger - Innere Liebe
    Die Universitätsassistentin Doris lässt sich vom Supermarktangestellten Gerfried bis zur Immobilität mästen. Hier wird eine Antithese zu Wellnesswahn und psychologischen Abhandlungen in Frauenzeitschriften entworfen, eine Erfüllung von Wünschen und Sehnsüchten in Liebe, Akzeptanz und ausgelebter Abhängigkeit.
    Damit die Geschichte ihre Kraft bis zum Ende behalten kann, sollten Simone Schönett und Harald Schwinger sich noch für eine in bezug auf die Weiterentwicklung der Figuren stimmige Auflösung entscheiden.

ORF-PREIS für fernsehgerechte Stoffe
  • Bernd Schneider - Abidjan
    Der Autor legt eine stimmungsvolle Geschichte vor, deren Kraft uns durch halb Europa zu tragen vermag. Ein krimminalistisches Roadmovie - eingebettet in eine Rahmenhandlung mit offenem Ausgang - könnte man Abidjan nennen: die Hauptfiguren - zwei ungleiche Stiefbrüder und eine Frau, durch einen Todesfall zusammengebracht - jagen zunächst einer möglicherweise wertvollen und Wunder wirkenden Antiquität hinterher. Immer mehr wird diese Reise aber für alle drei zum Versuch, einen Neustart, eine zweite Chance in ihrem verpfuschten Leben zu finden.
    Stimmige Charaktere und ein Talent für die Wiedergabe besonderer Stimmungen zeichnen Abidjan aus. Neben dem eigentlichen Handlungsverlauf wird an dieser Geschichte der Mut spürbar, sich auf die großen Fragen des Lebens (und des Films!) einzulassen: die Sehnsucht danach, jemand anderer sein zu können, die Sehnsucht nach Glück. Ein Lichtblick! Das verdient aus Sicht der Jury diesen Preis.

Pressemitteilung 2004


Kulturstadtrat Mag. Dr. Christian Buchmann überreicht den Hauptpreis an Richard Schuberth. Foto: Fischer Kulturstadtrat Mag. Dr. Christian Buchmann überreicht den Hauptpreis an Richard Schuberth.
Foto: Fischer

Kulturstadtrat Mag. Dr. Christian Buchmann überreicht
den Förderpreis an Simone Schönett und Harald Schwinger. Foto: Fischer
Kulturstadtrat Mag. Dr. Christian Buchmann überreicht den Hauptpreis an Simone Schönett und Harald Schwinger.
Foto: Fischer




2003 - Ausschreibungsthema: FEIGHEIT

Eingereicht wurden 70 Treatments, davon 50 Kinostoffe, 18 TV-Stoffe und 2 Dokumentarfilmstoffe. Aufgrund von Nichtbeachtung der Statuten wurden 7 Stoffe disqulifiziert.

HAUPTPREIS
  • wurde nicht vergeben
FÖRDERUNGSPREIS
  • Barbara Grascher - Gehen rückwärts stumm
    Die Germanistikstudentin Milena verwechselt Zuneigung mit Abhängigkeit und umgibt sich mit Menschen, die ihr emotional verfallen sind. Verzweiflung, Grausamkeit und abgründiger Humor konstituieren das Milieu.
    Auch wenn das Treatment eine ausgewogene, klare Strukturierung vermissen lässt, besticht es durch scharf gezeichnete Charaktere und schmerzhaft präzise Beobachtungen, die in dramatischen Szenen zum Ausdruck kommen.
  • Richard Schuberth - Nicht einmal am Mond
    Der versuchte soziale Aufstieg der Kurdin Xeycan Bildik endet in einer persönlichen Tragödie.
    Schillernde Charaktere, Milieusicherheit und opulenter Szenenaufbau sorgen für explosive Atmosphäre in einer Multikulti-Unterweltgeschichte, die keine Moral kennt. Nach einem fesselnden ersten Akt verliert die Geschichte zwar die strukturelle Disziplin, bewahrt aber trotzdem ihr beträchtliches Potential.
Auf folgende Projekte will die Jury noch aufmerksam machen:
  • Arash T. Riahi - Für einen Augenblick Freiheit
    Stimmig und lebhaft erzählte Flüchtlingsschicksale auf der türkischen Zwischenstation vor der erhofften Reise in den Westen.
  • Michael Lenzinger - Sturzflug
    Groteskes Spektakel im Gemeindebau löst sich in einer feinfühlig erzählten Liebesgeschichte zwischen zwei Außenseitern auf.
ORF-PREIS für fernsehgerechte Stoffe
  • Ulla Neuwirther - Lisa, Lena und Laura
    Lisa, Lena und Laura erzählt die Geschichte eines elfjährigen Mädchens mit Down Syndrom, das mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und viel Herz den letzten Wunsch seiner früh verstorbenen Schwester erfüllt.
    Es ist eine bewegende, von großen Emotionen geprägte, aus der ungewöhnlichen Perspektive eines sogenannten "behinderten" Menschen erzählte Story, die trotz ihrer "schwierigen" Thematik mit sympathischer Leichtigkeit überrascht. "Lisa, Lena und Laura" nimmt seine fiktiven Figuren in tragischen wie komischen Handlungselementen menschlich ernst, verliert dabei die dramaturgischen Erfordernisse eines Fernsehspiels nie aus den Augen und besteht daher aus genau jenem Grundmaterial, aus dem das anspruchsvolle Unterhaltungsprogramm einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt entstehen soll und kann.
Auf folgende Projekte will die Jury noch aufmerksam machen:
  • Hannes Wirlinger - Sacrilegus
    Dieser Krimi-Plot öffnet eine weibliche Perspektive auf den Themenkreis Kirche und Sexualität: es geht um Frauen, die sich in einen Priester verliebt haben, ein Kind bekommen haben und dann alleine zurecht kommen müssen, weil ihre Liebe öffentlich nie eine sein durfte. Aus Feigheit und Verrat wird schließlich Mord. Handwerk und Genresicherheit, gepaart mit viel Lokalkolorit!
  • Reinhard Ebner - Kein Hundeleben
    Zwei einsame Menschen im reiferen Alter lernen einander über ihre Hunde im Park kennen. Während die Vierbeiner keine Zurückhaltung an den Tag legen, beginnen Er und Sie erst langsam ihre Zuneigung zueinander zu entdecken. "Kein Hundeleben" ist eine liebenswerte Geschichte, handwerklich solide gearbeitet, die ihre beiden Hauptfiguren zielsicher durch die Story zum Happy End führt.

Pressemitteilung 2003


Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl überreicht den Förderpreis an Barbara Grascher Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl überreicht den Förderpreis an Barbara Grascher.

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl überreicht den Förderpreis an Richard Schuberth
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl überreicht den Förderpreis an Richard Schuberth.

Dr. Klaus Lintschinger (ORF) überreicht den ORF-Preis an Ulla Neuwirther
Dr. Klaus Lintschinger (ORF) überreicht den ORF-Preis an Ulla Neuwirther




2002 - Ausschreibungsthema: WIR DENKEN.WIR SIND.WIR HANDELN.


Eingereicht wurden 58 Treatments, darunter 13 TV-Stoffe und 4 Dokumentarfilmstoffe.

HAUPTPREIS
  • wurde nicht vergeben
FÖRDERUNGSPREIS
  • Ursula Wolschlager - Transit
    Ellen, 30, wirft auf einer internationalen Konferenz in Tiflis, Georgien, ihren hochdotierten Job als Dolmetscherin hin und flüchtet vor einem leeren Leben, das aus Modernität, Langeweile, Wiederholung und Nicht-Denken besteht. Sie denkt, sie kann einfach den nächsten Flug nehmen, findet sich aber mitten in der riesigen Landschaft eines heruntergekommen Landes mit großer Armut und nicht funktionierender Struktur wieder. Der radikale Ausbruch aus ihrem geordneten Leben, bestehend aus klimatisierten Konferenzräumen und einander gleichenden 5-Sterne Hotels, konfrontiert sie in der Unendlichkeit der georgischen Landstraße mit ihren eigenen physischen und psychischen Grenzen und zwingt sie zu einer Auseinandersetzung mit sich und ihrem Leben.
    Die Autorin entwickelt dabei eine Bilderwelt von wilder Schönheit und einem feinen Sinn für Humor.
  • Thomas Klein - Polterabend
    Mit dem Auftrag, ein Buch über die örtliche Mostkultur zu schreiben, kehrt der Sachbuchautor Martin Sindelar, inzwischen entfremdet und entwurzelt aus dem fernen Hamburg in sein ehemaliges Heimatdorf in Oberösterreich zurück. Konfrontiert mit der ambivalenten Gefühlswelt seiner Jugend, beginnt er erstmals nach dem Tod seiner Frau wieder Nähe zu suchen und destabilisiert durch sein unvermutetes Auftauchen die scheinbar heile Welt der Dorfgemeinschaft.
Lobende Erwähnungen:
  • Digitale Visitenkarte am KulturServerGraz Olga Flor - Erlkönig
    Das Portrait einer jungen Generation auf der Suche nach emotionaler Stabilität in einem sinnentleerten Alltagshedonismus.
    Der vorliegende Roman löst die Hoffnung aus, Grundlage für einen ebenso starken Film zu sein. Die Jury ist neugierig, ob es der Autorin gelingt, die Brillanz der Sprache in ein filmisches Äquivalent umzusetzen.
  • Peter Hörmanseder - Schlafende
    Getragen vom Skeptizismus des Autors zeigt das Script in eindringlichen Tableaus die fehlenden Perspektiven der österreichischen Mittelschicht über drei Generationen hinweg, festgemacht am Beispiel zweier Familien unter-schiedlicher soziographischer Situierung.
ORF-PREIS für fernsehgerechte Stoffe
  • Daniela Egger - World Wide Violence
    Die ORF-Jury hat eine Geschichte ausgewählt, die an sich eine Fernsehtauglichkeit erhoffen lässt und deren Figurenkonstellation und aktueller Ansatz interessieren können.
    Der Entwicklungsauftrag versteht sich in diesem Fall als Kontaktaufnahme, Ermutigung und Einladung zur konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Stoff.

Pressemitteilung 2002

Kulturstadtrat Mag. Siegfried Nagl überreicht den Förderpreis an Ursula Wolschlager Kulturstadtrat Mag. Siegfried Nagl überreicht den Förderpreis an Ursula Wolschlager.

Kulturstadtrat Mag. Siegfried Nagl überreicht den Förderpreis an Thomas Klein
Kulturstadtrat Mag. Siegfried Nagl überreicht den Förderpreis an Thomas Klein.

Der Landesdirektor des ORF Stmk, Dr. Edgar Sterbenz überreicht den Förderpreis an Daniela Egger
Der Landesdirektor des ORF Stmk, Dr. Edgar Sterbenz überreicht den Förderpreis an Daniela Egger.




2001 - Thema: PFUSCH

Eingereicht wurden 30 Treatments, darunter 4 von den AutorInnen ausgewiesene TV-Stoffe und 2 Dokumentarfilm-Stoffe.

HAUPTPREIS
  • Gregor Stadlober - Kotsch
    Fohnsdorf, Obersteiermark: New Labour in der Region der frühpensionierten Helden der Arbeit. Vier Mittzwanziger, Schul- und Studienabbrecher leben orientierungslos und unproduktiv in den Alltag hinein. Der Fadesse ihrer Existenz setzen sie eine äußerst vitale, grenzenlose Parallelwelt aus medialen Versatzstücken entgegen, in der sie sich zwanghaft treiben lassen.
    Die Jury war in ihrer Entscheidung vor allem vom liebevollen Umgang mit den Charakteren, deren eigenständiger Sprache und der kraftvollen Bilderflut beeindruckt. Eine Geschichte mit Drive und Tiefgang voller Verwegenheit und Aberwitz.
FÖRDERUNGSPREIS
  • Richard Stradner - Böhmische Elefanten
    Der Versuch, mit filmischen Mitteln eine Person mit ihrer Identität und Lebensverweigerung zu beschreiben. Im Vexierspiegel gebrochener Erinnerungen entsteht ein Stimmungsbild zwischen Sprachspiel, Adorno und Haschisch.
    Der Stoff bezieht seine Faszination daraus, daß die fragmentarischen Elemente den Zuschauer über die konventionelle Identifikation hinaus zum Mitakteur machen. Die Jury empfiehlt dem Autor, die dichte impressionistische Atmosphäre stärker mit ausdifferenzierten Charakteren zu beleben.
  • Arno Geiger und Tobias Albrecht - Steinwald und Atamanov
    Der ukrainische Schwarzarbeiter Atamanov und der Wiener Bauarbeiter Steinwald versuchen, ihre Träume zu verwirklichen. Der eine kommt nach Wien, um Geld für seine Heirat zu verdienen, der andere schwingt sich zu dessen Freund und Berater auf. Gemeinsam fahren sie in einem klapprigen Mercedes zur Hochzeit in die Ukraine.
    Der Preis soll die Autoren ermuntern, sich aus der detailgetreu geschilderten visuellen Ebene herauszuwagen und die angedeutete dramatische Substanz ihrer Figuren gründlicher auszuloten.

ORF-PREIS für fernsehgerechte Stoffe
  • wurde nicht vergeben


Pressemitteilung 2001



2000 - Thema: ERINNERN VERSUS VERGESSEN

Eingereicht wurden 55 Treatments, darunter 7 von den AutorInnen ausgewiesene TV-Stoffe und 6 Dokumentarfilmstoffe.

HAUPTPREIS
  • Gabriele Neudecker - Namenlos
FÖRDERUNGSPREIS
  • Peter Stastny - Tikkun
  • Helmut Wimmer - Akt

ORF-PREIS für fernsehgerechte Stoffe
  • Uwe Neuhold und Thomas Klein - Memorex
Pressemitteilung 2000



1999 - Thema: EROS


HAUPTPREIS
  • Franz Berner - Venus ohne Pelz und Maske
FÖRDERUNGSPREIS
  • Zuzana Brejcha - Karla's Lover


Pressemitteilung 1999



1998 - Thema: SUCHT

HAUPTPREIS
  • Gebhard Rein - Das Wurmsterben
FÖRDERUNGSPREIS
  • Sabine Derflinger - Troubles


Pressemitteilung 1998



1996 - Thema: ÖSTERREICH

HAUPTPREIS
  • Norbert Prettenthaler und Jeanette Rosenmaier - Cordoba
  • Florian Flicker und Michael Sturminger - Im Herzen Europas
  • Barbara Albert - Nordrand - oder wenn ich groß bin


Pressemitteilung 1996



1994 - Thema: KRIEG, GEWALT UND WIDERSTAND

HAUPTPREIS
  • Maximilian Gruber - Der eiserne Besen
FÖRDERUNGSPREIS
  • Christian Frosch - Die totale Therapie




1992 - Thema: GELD

HAUPTPREIS
  • Ernst Josef Lauscher - Alaska brennt
  • Nikolaus Leytner - Schatz im Silbersee
  • Axel Traun - Sticky Rice




1990 - Thema: EXIL

HAUPTPREIS
  • Reinhard Jud und Martina Kudlacek - Mond in Cyan




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