Informationen zum Integrierten Kulturstättenkonzept für Graz


Beim 2. Grazer Kulturdialog mit dem Schwerpunkt „Infrastruktur“ wurde die Notwendigkeit einer Entwicklung eines Modells für die Nutzung vorhandener Gerätschaften, bereits bespielter und nicht bespielter Räume („Synergiemöglichkeiten“), sowie ein konkretes Kulturstättennutzungskonzept als Basis erneut gefordert.

In der Folge wurden die Wünsche der Kulturschaffenden bezüglich Infrastruktur in ein komplexes Anforderungsprofil für ein integriertes Kulturstättenkonzept kanalisiert. Dieses Profil umfasst u.a. eine breitere Konzeption als nur eine räumlich/infrastrukturelle Bestandserhebung, einen möglichst erweiterten Begriff von „Kulturstätte“, der sowohl das Angebot bestehender, geplanter, gewünschter Räume als auch die Nachfrage durch die Kunstschaffenden einschließt.

Da es bereits Auflistungen von Kulturstätten gibt, z.B. das Kulturleitbild Graz, eine Studie von DI Robert Krasser und Markus Hoffmann 1999, sowie im Internet das Verzeichnis der Veranstaltungsorte von Graz Tourismus und jene des AusländerInnenbeirates der Stadt Graz oder die Kulturstättenauflistung am Server des Landes Steiermark, wurde zusätzlich im Vorfeld angeregt, diese für eine Kulturstättenbestandserhebung „upzudaten“ und eine Zusammenführung der unterschiedlichen Ansätze anzustreben.

Der Auftrag wurde vom Kulturressort nach einer Ausschreibung an die Arbeitsgruppe Barnert / Bernard / Obernosterer / Rapp / Rossegger, kurz ARGE BBORR, vergeben, nachdem diese nach umfangreichen Beratungen unter Einbindung des Grazer Kulturbeirates aus den BewerberInnen ausgewählt worden waren. Beim 3. Grazer Kulturdialog wurde ein Zwischenbericht des Integrierten Kulturstättenkonzeptes durch die ARGE BBORR der Öffentlichkeit präsentiert und war Basis für tiefgehende Diskussionen im Bereich kulturelle Infrastrukturen.

Die im 3. Grazer Kulturdialog eingebrachten Diskussionspunkte wurden in das Konzept eingearbeitet. Die aktualisierten Daten sind nunmehr Basis des Kulturstättenkonzeptes, das als „work in progress“ gesehen wird. Dieses Konzept versteht sich im Hinblick auf Kulturstätten als Beitrag zur Optimierung des Zusammenhanges von Investition und kultureller Produktion und soll diesbezügliche Defizite und Potentiale aufzeigen.

Ein Kulturstättenkonzept ist laut ARGE allerdings grundsätzlich kein Rezept, sondern eine Empfehlung für eine Herangehensweise, „ein Werkzeug, das erlaubt, den Bestand an Kulturstätten und der dazugehörigen Infrastruktur evident zu halten und neue Raumangebote sowie Raumnachfragen zu erfassen.“

Informationsbericht des Kulturressorts an den Gemeinderat vom 16.2.2006

Die komplette Studie der Arbeitsgruppe Barnert/ Bernard/ Obernosterer/ Rapp/ Rosegger (2.2MB)