Musik  

KMET (A)

Do 16.4., 20:00 Uhr

Info: facebook.com
Foto: KMET
KMET
10 Stücke aus einem Labyrinth brüchiger Poesie.

Brüche und Neuanfänge. Im Feststecken immer wieder den dichten
Nebel zerstreuen für neue Aussichten. Dranbleiben und Zuversicht zeigen. Nach jedem noch so kleinen Ästchen greifen. Moos berühren. Stoizismus und Wärme generieren aus Staub und Erde, Blut und Leere. Aus lauten Sirenen und Blaulicht.

KMET – ein Gitarrist von Weltklasse, ein vielseitiger Komponist und Improvisator zwischen Avantgarde, Jazz und Theater-/Filmmusik. Und ein Singer-Songwriter, der diese vermeintlich überholte musikalische Persona fit gemacht hat für das 21. Jahrhundert. Drei Alben hat der Innsbrucker in dieser Rolle seit seinem Debut „Electric Songs“ im Jahr 2007 bereits auf Konkord veröffentlicht. Es begann mit einer Neuinterpretation des alten Konzeptes One-Man-Band für das Zeitalter des gesampelten Loops.

Die Musik entsteht aus Gitarren und harmonisierten Stimmen, warmen analogen Klängen von Bässen, schwebenden Keyboards und einfachen prozessierten Rhythmen. Vertont wird, was sonst nur still spürbar ist. Die minimalistischen, repetitiven Lyrics zeichnen Bilder mit
Freiflächen. Fassen in Worte, was nicht zu fassen ist.

Musikalisch von vielen Richtungen beeinflusst fokussiert der Sound immer auf eine Zugänglichkeit, die sich jeder Banalität entledigt hat. Instant-Ohrwürmer und perfekte Popsongs mischen sich mit intensiven, herausfordernden Stücken, die etwas länger brauchen, um haften zu bleiben. Um dafür noch Jahre später immer wieder aus dem musikalischen Gedächtnis aufzutauchen. KMETs Texte sind ihrerseits große und vielfältige Kunst. Zum einen finden sich sehr persönliche Wahrnehmungen der unterschiedlichsten Phänomene eines Lebens. Kleine Augenblicke und unscheinbare Beobachtungen werden mit maximalem Zoomfaktor auf eine monumentale Leinwand projiziert. Aber dann: überlebensgroße Stories, überwältigende Ereignisse, die KMET mit wenigen Worten zu einem atemberaubend klugen Mantra reduziert.

Nun folgt also das vierte Album in fast 20 Jahren: „In Your Face“ ist mit seiner lauten Sanftheit und brüchigen Poesie ein weiteres, fabelhaftes künstlerisches Statement dieses im besten Sinne eigenwilligen und charismatischen Künstlers.

Stücke, die sich auf den Gassen des feuchten Undergrounds, der rutschigen Stufen, der verästelten Gänge eines langen Labyrinths entlangschleichen und durch ihr Wirken langsam den Boden auftrocknen. Der Sauerstoffgehalt der Luft steigt, am Himmel gibt es blaue Stellen. Es gibt wieder Halt.


Termine
16. April 2026, 20:00 Uhr


Cafe Wolf
Annenstraße 18, 8020 Graz
www.facebook.com/cafewolfgraz/
info@cafewolf.at


Gerne angeclickt in "Musik" :)
+ About the Moon - Graz Museum
+ Alma Brasileira - Schauspielhaus
+ Rostfest 2026 - Graz
+ Misa a Buenos Aires - Pfarrkirche Graz-Straßgang
+ Riccardo Grosso - Die Brücke