Die (fast) verlorene Kindheit - Lesung mit Gespräch

Ein paar Tage bevor Rosemarie Kurz 9 Jahr alt wird, endet in Graz der Krieg. Der damalige Blondschopf erlebte hautnah, wie knapp der (nicht zerbombte) Wohnraum ist, wie sich ihre Eltern als Lehrer:innen bestmöglich am Wiederaufbau betätigen. Rosemarie war schon damals ein Trotzkopf, der als Hungerkind in der Schweiz erste „Bühnenerfahrungen“ gemacht hat und sich nach und nach mit der nationalsozialistischen Geschichte ihrer Familie auseinandergesetzt hat.
In der Lesung aus ihrem Buch „Unruhestand“ lässt sie die Erinnerungen an die verlorene Kindheit in den (Nach-)Kriegsjahren lebendig werden. Sie erzählt von den Versteckspielen der Partisanen in Celje, dem bitterkalten Babysitten am Grazer Schlossberg, dem Weihnachtsfest mit alliierten Soldaten, der Omama in der Wastlergasse und wie sie als junges Mädchen im Katholischen Lehrerinnenheim in der Grabenstraße einen Aufstand provoziert hat. Bis heute setzt sich die knapp 90-Jährige für ein friedvolles Miteinander der Generationen ein.
Graz Museum
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