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© Kurt Ryslavy

Kurt Ryslavy

 

Kurt Ryslavy wurde am 6. März 1961 in Graz geboren.

Im Jahr 1979 begann Kurt Ryslavy an der Universität Wien (Philosophie) und an der Wiener Hochschule für Angewandte Kunst zu studieren. Er war Schüler bei Herbert Hrachovec und Oswald Oberhuber. Kurt Ryslavy brach beide Studien ab.

1981 siedelte er nach Salzburg über. Dort arbeitete er an Texten, Collagen und Aquarellen unter Einbeziehung der Photografie. Im selben Jahr zog es ihn wieder nach Wien, und er lernte den Bildhauer Franz West kennen.
Dort stellte er die Ergebnisse seiner Salzburger Schaffensperiode aus. 1983 wählte er verschiedene Arbeitsaufenhalte - Boissano (Moratstiftung Ligurien) und Judendorf-Strassengel (Steiermark) - zwischen denen er regelmässig pendelte. Er gründete mit Thomas Angerer das « Eintagsfliegenorgan », eine Arbeits- und Ausstellungsgemeinschaft.

Jeden Sommer der Jahre zwischen 1981 und 1986 verbrachte er in einer verlassenen Almsiedlung im steirischen Dachsteinmassiv. Dort entstanden umfangreiche Zeichenserien, Papierarbeiten und Texte. Das Antiquariat Wögenstein zeigte einen Teil dieses Werkkomplexes. Die Galerie Heike Curtze zeigte die Bilder aus Ligurien. Dieter Roth erwarb als einer der ersten Käufer eine Serie von Ölbildern.

1987 zog Kurt Ryslavy nach Brüssel, um Schriftsteller zu werden. Es enstanden Buchproduktionen in Zusammenarbeit mit Verlegern in Bremen, Berlin und Gent,wo er öfters Arbeitsaufenthalte hatte : « Vierzeiler » (1986), « Yes, Ja – passende Texte » (1987), « Kurze Geschichten von vorne nach hinten » (1988), « Les formes de complexité moyenne attirent notre attention » (1989), « One fucking Move » (1989).

Zwei Jahre später begann sich seine Arbeit strukturell zu verändern : eine « Blindverkostung » als Ausstellung in einer Genter Galerie provozierte das Publikum. Im Folge des Kaufs eines Teils eines Hauses (1990) und als Reaktion auf den während des Golfkriegs zusammenbrechenden Kunstmarktes gründet Ryslavy 1991 eine « bürgerliche Existenz » als Weinhändler. Es entstehen Installationen und kontextuelle Arbeiten zu Wahrnehmungsphänomenen. Eine grosse Ausstellung in der Wiener Sezession (Hauptraum und Ver Sacrum Raum) zeigt diese Schaffensperiode Ende 1992 - mit einer « Einführung » des bekannten Komikers Gerhard Polt, der ein für die Sezession ungekanntes Massenpublikum anzieht.

1993, im Zuge seiner Lehrtätigkeit an der Marmara-Universität in Istanbul entstehen Ausstellungen konzipiert für die Türkei und für ein Verständnis ausserhalb des okzidentalen Kunstansatzes (Islam). Im selben Jahr 1994 wird ein ähnliches Konzept in der Drei-Sprachen-Zone Südtirol (Italien) als « Kampf der kulturellen Selbstverständisse» in einer Ausstellung inszeniert (der Besuch der Ausstellung wird nur gestattet nach einer Spende fürs Rote Kreuz).

1994 ensteht das Video und die gleichnamige Installation « Sonntagsmaler » .

1995 entstehen erste « factures décoratives » - gemalte Originaldokumente aus dem parallelen Leben als Weinhändler. Aus dem Einbezug der Gesellschaft ausserhalb des Kunstkontextes enstehen zynische Kommentare zur « Wahrkeit der Kunst ». Gleichzeitig enstehen die Bilder « le monochrome avec son arrière-plan économique » - gemalte Rechnungen u.a. auch an befreundete Künstler wie Markus Oehlen, Georg Herold, Tobias Rehberger, Franz West, Dora Garcia, Pierre Bismuth, Heimo Zobernig, und viele andere.

1997 werden die « Verkaufswerke » (1992 – 2003) in der Ausstellung « Skultur. Projekte Münster » gezeigt. Das grösste « Verkaufswerk » im öffentlichen Raum, am Marktplatz, ist ein zeitgenössischer Mercedestransporter mit einem Originalwerk von Georg Herold im Kofferraum. Andere Verkaufswerke, ausgestellt im Westfälischen Landesmuseum enthalten Originalwerke von Martin Kippenberger, Franz West, Dieter Roth, Hans Richter, Cora Pongracz, Hermann Nitsch, Al Hansen, u.a.

Das Palais des Beaux Arts Brüssel zeigt eine Installation, die explizit zu verschiedenen Zeiten einem unterschiedlichen Publikum geöffnet ist : Fachpublikum für Wein, Gastronomie & Lebensmittelhandel sowie dem herkömmlichen Kunstpublikum.

Eine Ausstellung in Gent im Jahr 2000 widmet sich in Zusammenarbeit mit berühmten Sammlern in provokativer Weise dem Phänomen « Broterwerb des Künstlers in Belgien » ; eine Ausstellung in Graz 2001 ruft auf zum « Ungehorsam gegen Kuratoren ».

Kurt Ryslavy knüpft in seinem Werk an die Strömungen des Dadaismus, Fluxus und Wiener Aktionismus an. Stets bemüht er sich gegen die traditionelle Kunstauffassung zu arbeiten und bestehende Kunstbegriffe in Frage zu stellen.

Seine Mittel dazu sind Provokationen und Spott zum zentralen Thema der gesellschaftlichen Werte im Bezug zu den Arbeitsbedingungen der Kunstschaffenden.
Zu Ryslavys Kunstschaffen zählen Skulpturen, Bilder, Performance, Zeichnungen, Installationen, Photographie, Künstlerbücher, Plakate, Kataloge, Video, Einladungskarten, die oftmals einen subjektiven Aktivismus darstellen.
 
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