Stadt Graz
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Kultur A-Z » KünstlerInnen-Datenbank

Toni Fötsch (eigentlich: Anton Fötsch)

 
geb.: 25. Juni 1920 in Graz-Straßgang
gest.: 13. September 2008 in Vorau

Akademischer Maler, Grafiker und Restaurator



Volksschule in Straßgang bei Graz, Hauptschule in Graz; 1935-1940 Eigenerwerb durch Mitarbeit in landwirtschaftlichen Betrieben; 1938-1941 Fernstudium in Berlin (Lehrbriefe in den Fächern Zeichnen und Malen); 1941-1944 Wehrdienst, 1944 Verwundung der linken Hand.

Ab 1943 Studium an der Wiener Kunstakademie (Wilhelm Dachauer), 1945 bis 1948 an der Kunstgewerbeschule (HTBLA Ortweinplatz) in Graz (Fritz Silberbauer, Alfred Wickenburg, Rudolf Szyszkowitz), und von 1950 bis 1951 wieder an der Wiener Kunstakademie (Herbert Boeckl, Albert Paris Gütersloh).

Seit 1948 freischaffender Maler, Grafiker und Restaurator.

1951-1960 wohnhaft in Wenigzell; 1959 Kauf einer Lodenwalke in Pöllau und Umbau zu einer Wohn- und Arbeitsstätte; 1978 bis 1984 Atelierbetrieb im Schloss Pöllau; 1984 Übersiedelung nach Pöllau-Zeil, dort wohnhaft bis 2005 - danach bis zu seinem Ableben im Seniorenheim Birkfeld.

Bis 1985 freier Mitarbeiter des Bundesdenkmalamtes, im Auftrag des Landeskonservatorats mehr als 250 Restaurierungen in über 150 Gemeinden der Steiermark.

Zahlreiche Neugestaltungen von Wandmalereien (Fresko- und Seccofresko) sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Raum - darunter Kirchen, Kapellen, Bildstöcke, Schlösser, Guts- und Gasthöfe, Firmen- und Privatgebäude.

Anton Fötsch hinterlässt in seiner über sechs Jahrzehnte umfassenden Schaffensperiode ein reichhaltiges Werk, bestehend aus Öl- und Acrylgemälden, Bleistift-, Feder-, Pastellzeichnungen, Temperamalereien, Aquarellen, Holz- und Linolschnitten sowie Holzplastiken.

Das umfangreiche Oeuvre von Anton Fötsch deckt sich mit der Vielfalt angewandter Techniken, wobei das Hauptaugenmerk auf der einzigartigen grafischen Essenz und ihrer Vermittelbarkeit beruht.

Sein unverkennbarer, kubistischer Gestaltungsstil ist in der gesamten Steiermark wohl bekannt, die symbolhaft ästhetischen Form- und Farbkompositionen treten klar und expressiv in Erscheinung - sakral sowie profan - naturalistisch oder abstrahiert.

Eine Veröffentlichung von 20 Linolschnitten mit Ansichten aus Pöllau in der „Pöllauer Mappe“, erschienen 1972 im Eigenverlag (Auflage 100 Stück), mit einem Vorwort von Richard Rubinig.

In seinen letzten drei Lebensjahren in Birkfeld schuf Fötsch zahlreiche Aquarelle und widmete sich der von seinem Großneffen Christian Gschier betriebenen Aufarbeitung seines Lebenswerkes, wovon 2014 bereits der Katalog „Anton Fötsch – Acrylgemälde der letzten Schaffensdekade 1997-2007“ in der edition entrancexit publiziert wurde.

Das Erscheinen einer umfassenden Künstlermonografie mit Werkverzeichnis ist für 2015 geplant.



Vorau, Johanneskirche, Kriegerdenkmal, „Sgraffito“, 1954
Gasen, Gissingerkreuz, „Fresken“, 1958-1991
Sparberegg, Filialkirche Maria Hilf, „Tympanon-Fresko“, 1958
Öblarn, Volksschule, „“Die Hochzeit“, Sgraffito“, 1959
Pöllau, Rathaus, „Sgraffito-Medaillons“, 1959
Schladming, Hauptplatz, Gasthof und Hotel Walcher, „Sgraffito“, 1966
Wenigzell, Rüsthaus, „"Hl. Florian", Sgraffito“, 1970
Stocking bei Wildon, Haus Ruhmann, „"Karl Morre - S´Nullerl", Seccofresko“, 1973
Waldbach, Hauptschule, „Sgraffito“, 1974
Stattegg bei Graz, Pestkreuz Kalkleiten, „Fresken“, 1974-1994
Strallegg, Kirchhof, Initienkapellen, „"Evangelisten", Silikatmalerei“, 1976
Mooskirchen, Gasthof Hochstrasser, „Fassadengestaltung und Wappenfresko“, 1976
Pöllau, Hauptschule, Stiegenaufgang, „Seccofresko“, 1977
Wenigzell, Gasthof "Zur Taverne", „Fassadengestaltung und "Hl. Christophorus"-Fresko“, 1977-1983
Trofaiach, Burgfriedenskreuze, „Seccofresken“, 1978
Übelbach, Bräuerkreuz, „Seccofresken“, 1978
Übelbach, Pfarrerkreuz, „Seccofresken“, 1978
Salla, Pfarrkirche hll. Peter und Paul, „Seccofresko“, 1979
Semriach, Lurkreuz, „Seccofresken“, 1979
Bad Mitterndorf, Thörl, Schlömmer-Kapelle, „Seccofresken“'', 1979
Mettersdorf, Dorfkapelle Klein-Mettersdorf, „Fresken“, 1979-81
Pöllau, Schloss Pöllau, Heimatsaal, „Sibyllen-Fresken“, 1980
Großsteinbach, Watschenkreuz, „Fresken“, 1980
Krottendorf bei Weiz, Dorfkreuz, „Seccofresken“, 1982
Miesenbach, Kalvarienberg, 9 Kreuzwegstationen, „Silikatmalerei“, 1983-1984
Strallegg, Wetterkreuz, „Kriegerdenkmal, Seccofresko“, 1984
Graz, Haus Fruhmann, „"Bandltanz", Seccofresko“, 1984
Niederöblarn, Gasthof "Zum Grimmingtor", „Fassadengestaltung und Silikatmalerei“, 1985
Mürzhofen, Haus Scheikl, „"Sämann", Sgraffito“, 1986
Leitersdorf bei Bad Waltersdorf, Dorfkreuz, „Silikatmalerei“, 1988
Koglhof, Kirchhof, Initienkapellen, „"Evangelisten“, Silikatmalerei“, 1988-1993
Teufenbach, Rüsthaus, „"Hl. Florian", Silikatmalerei“, 1989
Übelbach, Guggenbach, Pestkreuz, „Seccofresken“, 1991
Großsteinbach, Pfarrkirche, „Sonnenuhr-Seccofresko“, 1995
Gleinstätten, Prarath, Dorfkapelle, „Seccofresko und Silikatmalerei“, 1997



Graz, Südtirolerplatz, Schuhhaus Baumgartner, „Freskomedaillon und Stuck (erster Restaurierungsausftrag)“, 1950
Strallegg, Florianikreuz, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken (Johann Cyriak Hackhofer)“, 1952 + 1982
Pürgg-Trautenfels, Schloss Trautenfels, „Stuck und Deckenfresken (Carpoforo Tencalla)“, 1952-1954
Graz, Kirche St. Johann und Paul, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken (Bartolomeo Altomonte)“, 1953
Pöllau, Schloss Pöllau, Festsaal, „Deckenfresken (Antonio Maderni)“, 1954
Sankt Peter am Freienstein, Wallfahrtskirche Maria Freienstein, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1955
Radmer, Wallfahrtskirche, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1955
Stainach, Niederhofen, Schloss Friedstein, „Restaurierung von Fresken, Altar und Figuren“, 1955-1957
Hohentauern, Pfarrkirche St. Bartholomä, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1956
Pernegg an der Mur, Hofkreuze, „Restaurierung, Ergänzung und Neugestaltung der Fresken (Josef Adam Mölck)“, 1956-1957
Seewiesen, Filialkirche, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1957-1958
Graz, Florianikirche, „Restaurierung und Ergänzung Fresken und Stuck (Antonio Sereni, Georg Adam Echter“, 1957
Göss, Stift Göß, Kirche, „Fresken“, 1957 + 1964
Seckau, Färberkreuz, „Fresken, Figur und Stuck (Balthasar Prandtstätter)“, 1957
Leoben, Hauptplatz, Hacklhaus, „Restaurierung und Ergänzung der Johann Max Tendler-Fresken“, 1958 + 1975
Semriach, Pfarrkirche, Initienkapellen, „Restaurierung und Neugestaltung der Fresken (mit Emmy Hiesleitner-Singer)“, 1958
Graz, Schloss Gösting, Festsaal, „Fresken“, 1958
Thannhausen bei Weiz, Schloss Thannhausen, Bibliothek etc. „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1958-1959 + 1968-1969
Pöllau, Rathaus, „Fassade“, 1959 + 1975
Pernegg an der Mur, Wallfahrtskirche, „Tympanonfresko (Josef Adam Mölck)“, 1960
Bärnbach, Heiliger Berg, Heilig-Grab-Kapelle, Filialkirche hll. Joachim und Anna, Bildstock und vier Passionskapellen, „Gesamtrestaurierung (Philipp Jakob Straub)“, 1960-1971
Haus im Ennstal, Katharinenkapelle, „Gesamtrestaurierung (Balthasar Prandtstätter)“, 1961-1963
Graz, Palais Welsersheimb, Stiegenhaus, Vorsäle und Fassade, „Freskomedaillons (mit Dina Kerciku) und Stuck“, 1961 + 1974
Sankt Georgen an der Stiefing, Schloss Sankt Georgen an der Stiefing, Festsaal, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1961
Bad Aussee, Blutschwitzkapelle, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken und Tafelbilder“, 1961-1962
Edelsbach bei Feldbach, Pfarrkirche hl. Jakobus d. Ä., „Fresken“, 1962
Pöllau, Stiftskirche, Taufkapelle und Chor, „Fresken (Mathias von Görz“, 1963-1964
Weiz, Taborkirche, „Fresken (Fritz Silberbauer)“, 1964
Sankt Johann bei Herberstein, Pfarrkirche hl. Johannes d. Täufer, „Gesamtrestaurierung“, 1965
Stocking bei Wildon, Schloss Neudorf, Marienkapelle, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1965-1966
Graz, Straßgang, Kirche Maria im Elend zu Straßgang, „Gesamtrestaurierung (Johann Jakob Schoy)“, 1966 + 1972
Pinggau, Wallfahrtskirche Maria Hasel, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken (Johann Cyriak Hackhofer)“, 1967
Bad Radkersburg, Frauenkirche, „Gesamtrestaurierung“, 1967-68
Sankt Peter ob Judenburg, Rothenturm, Schloss Rothenturm, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1968
Wolfsberg im Schwarzautal, Pfarrkirche hl. Dionysius, „Gesamtrestaurierung“, 1969-1973
Söding, Schloss Groß-Söding, Schlosskapelle und Diele, „Figuren und Altar (Johann Veit Hauckh), Restaurierung und Ergänzung von Fresken (Egyd de Rye)“, 1970-1972
Blaindorf, Filialkirche hll. Rochus und Sebastian, „Gesamtrestaurierung“, 1971-1973
Strallegg, Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer, „Restaurierung, Ergänzung und Neugestaltung von Fresken und Ziffernblättern“, 1972
Straden, Filialkirche hl. Sebastian, Unterkirche, „Restaurierung und Ergänzung der Deckenfresken“, 1976
Anger bei Weiz, Tichtl-Kreuz, „Restaurierung und Neugestaltung der Fresken“, 1978 + 1998
Pürgg, Bürgerhaus Lösch, „Restaurierung, Ergänzung und Neugestaltung Fassade und Fresko“, 1980-1984
Maria Lankowitz, Wallfahrtskirche, Torbogen und Franziskanerkloster, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken“, 1981
Weiz, Hauptplatz, Haus Werk, „Restaurierung und Ergänzung Fresko“, 1982
Miesenbach, Kalvarienberg, Kreuzigungskapelle und 4 Kreuzwegstationen, „Restaurierung und Ergänzung der Fresken (Johann Cyriak Hackhofer)“, 1983-1984



Christian Gschier: ''Anton Fötsch - Acrylgemälde der letzten Schaffensdekade 1997-2007'', edition entrancexit, Graz 2014
Rudolf List: ''Kunst und Künstler in der Steiermark – Ein Nachschlagewerk. Vierte Lieferung'', Ried im Innkreis, 1970
Peter Krenn: ''Die Oststeiermark, in: Österreichische Kunstmonographie, Band XI'', Verlag St. Peter, Salzburg 1981
Kurt Woisetschläger - Peter Krenn: ''DEHIO-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark'', Schroll, Wien 1982
Richard Rubinig: ''Vorwort zu: Toni Fötsch, Pöllauer Mappe – 20 Orig. Linolschnitte'', Pöllau 1972
Bernhard Schwarzenegger: ''Übelbacher Wegkreuze einst und jetzt'', Übelbach 2013
Walter Zitzenbacher (Hrsg.): ''Landeschronik Steiermark'', Wien-München 1988
Walter Stipperger: ''Wanderführer Haus im Ennstal'', Haus im Ennstal 1972
Ferdinand Hutz: ''Wenigzell'', Vorau 1995
Steiermärkische Landesregierung (Hrsg.): ''Steiermark Land-Leute-Leistung'', Graz 1971
 
© Christian Gschier
Vorau, Johanneskirche, Kriegerdenkmal, Sgraffito, 1954
 
© Christian Gschier
Öblarn, Volksschule, „Die Hochzeit“, Sgraffito, 1959
 
© Christian Gschier
Rote Wand, Öl auf Hartfaser, ca. 50x80, 1965
 
© Christian Gschier
Tänzerin, Öl auf Hartfaser, ca. 55x90, 1970
 
© Christian Gschier
Sonnentanz, Öl auf Leinen, ca. 80x100, 1973
 
© Christian Gschier
Architekt Herbert Prader, Öl auf Hartfaser, ca. 50x40, 1974
 
© Christian Gschier
Die Jagd, Öl auf Leinen, ca. 90x125, 1974
 
© Christian Gschier
Der absolute Sieger, Öl auf Leinen, ca. 152x125, 1976
 
© Christian Gschier
Pöllau, Hauptschule, Stiegenaufgang, Seccofresko, 1977
 
© Christian Gschier
Trofaiach, Burgfried 2, Madonna mit Kind, Seccofresko, 1978
 
© Christian Gschier
Übelbach, Bräuerkreuz, Heilige Dreifaltigkeit, Seccofresko, 1978
 
© Christian Gschier
Ennstal, Öl auf Leinen, ca. 65x90, 1978
 
© Christian Gschier
Die Badenden, Öl auf Leinen, ca. 70x100, 1979
 
© Christian Gschier
Sonnenanbeter, Aquatec auf Platte, ca. 120x110, 1981
 
© Christian Gschier
Sonneninseln, Acryl auf Leinen, 60x80, 1997
 
© Christian Gschier
Gelber Berg in Flammen, Acryl auf Leinen, 60x80, 1999
 



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