Klare Striche zu wunden Punkten - Robert Pfaller
Foto: Peter Rigaud

Was der Philosoph Robert Pfaller in seinen großen Büchern ausführlich hergeleitet hat, wird hier in knapper Form anhand aktueller Themen erklärt. Es geht um: Zartes Sprechen und vulgäre Präsidenten. Lockdowns und gutes Leben. Private Geschlechter. Klimawandel und soziale Ungleichheit. Was tun gegen Hass im Netz? Glamour der Form. Autos. Schimpfen auf dem Fußballplatz. Pro und contra von Böllerverboten. Das Mundtotmachen unliebsamer Kritik. Entblößung und Bloßstellen. Allgegenwart der Scham. Lachen in bitteren Zeiten. Macht und Ohnmacht der Kunst in Zeiten des Krieges. Die Schwierigkeiten der Liebe.
Rezensionen:
• eine anregende Argumentationsgrundlage für alle, die den Eigensinn des Ästhetischen gegen eine zunehmende Funktionalisierung der Kunst und "eine um sich greifende Scham- und Verbotskultur" verteidigen möchten (Kunstforum international)
• Robert Pfaller ist ein Philosoph, der die Welt "alltagstauglich" analysiert (Kronen Zeitung)
• Wer philosophische Essays sucht, die gleichermaßen provozieren, unterhalten und zum Weiterdenken anregen, wird an diesem Band große Freude haben (Sounds and Books)
• eine Zwischenbilanz seines Denkens (3sat – Kulturzeit)
• Klare Striche zu wunden Punkten eignet sich als Einführung in das Werk Robert Pfallers, gleichzeitig bietet es all jenen Vertiefung, die mit seinen Denkwelten bereits vertraut sind (ORF ZiB)
Robert Pfaller studierte Philosophie in Wien und Berlin und lehrt nun nach Gastprofessuren in Chicago, Berlin, Zürich und Straßburg als Professor für Philosophie an der Kunstuniversität Linz. Von 2009 bis 2014 war er Professor für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Er ist Autor zahlreicher Bücher, wie z.B. "Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft. Symptome der Gegenwartskultur" (2008) erschienen, die vielbeachtete Studie "Wofür es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie" (2011), "Zweite Welten. Und andere Lebenselixiere" (2012) sowie im Fischer Taschenbuch "Kurze Sätze über gutes Leben" (2015). Mit Beate Hofstadtler hat er außerdem den Band "After you get what you want, you don't want it. Wunscherfüllung, Begehren und Genießen" (2016) herausgegeben. Nach "Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur" (2017) erschien 2020 "Die blitzenden Waffen. Über die Macht der Form". 2020 wurde ihm der Paul-Watzlawick-Ehrenring verliehen.
(RE)NEW Part II
Weil jeder Mensch aufgrund des Geborenseins ein initium, ein Anfang und Neuankömmling in der Welt ist, können Menschen Initiative ergreifen und Neues in Bewegung setzen.
[Hannah Arendt]
Die Auseinandersetzung mit Kunst unterstützt uns, auf die (gefühlte) Bedrohung mit "Ambivalenztoleranz" zu reagieren – mit der resilienten Fähigkeit, diffuse Unwägbarkeiten und Bedrohungen einer Zeit seismografisch wahrzunehmen, sie analytisch aufzunehmen und kreativ umzuwandeln – nicht zuletzt, um am Ende emotional handlungsfähig und produktiv zu bleiben.
Das steigende Bewusstsein für die zerstörerischen Kräfte der Allianz der großen Tech-Konzerne mit autoritären Politiker.innen stellt uns als demokratische Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Um verantwortungsvoll zu handeln, benötigen wir Strategien, uns in den Entwicklungsprozess einzubringen, ohne uns vom Negativitätsinstinkt, der durch mediale Berichterstattung und (Verschwörungs-)Theorien in den Sozialen Medien verstärkt wird, beeinflussen zu lassen.
Medienkunstprojekte bestärken uns darin, mit neuen Technologien kritisch und reflektiert umzugehen, sowie unsere Sichtweisen und Perspektiven kontinuierlich zu erweitern, um Regeln für einen fairen und ethisch verantwortungsvollen Einsatz zu entwerfen. Sie laden uns dazu ein, zu kreativ Mitgestaltenden zu werden, unsere Rolle im komplexen Netzwerk zu hinterfragen und immer wieder neu zu definieren.
Samstag, 3.10.2026
16:00 Uhr
Ausstellungsrundgang im Rahmen von steirischer herbst ‘26
Führung durch die Ausstellung und Gespräch
17:00 Uhr
Robert Pfaller
Vortrag zum neuen Buch "Klare Striche zu wunden Punkten"
18:00 – 24:00 Uhr
ORF – Lange Nacht der Museen
Samstag, 10.10.2026
13.30 – 15:00 Uhr
CMKKosmos Workshop im Rahmen des ORF musikprotokoll 2026
15:00 – 15:30 Uhr
CMKKosmos Performance im Rahmen des ORF musikprotokoll 2026
mit Mattia Benedetti, Francesco Gulic, BAD TOKEN, Carmen Pomet, Jess Robinson, Anton Stuk, Justyna Tobera, Lars Tuchel
Dienstag, 13.10.2026
14:00 – 19:00 Uhr
Uncomputable Practices
Workshop / Ada Lovelace Day 2026
mit Valentina Vuksic
Freitag, 13.11.2026
18:00 Uhr
Finissage
esc medien kunst labor
Palais Trauttmansdorff, Bürgergasse 5, 8010 Graz
esc.mur.at/
esc@mur.at
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