Vertrieben, vergessen, wiederentdeckt – der nach Indien emigrierte Architekt Hans Glas

Der jüdische Architekt Hans Glas (1892–1969) setzte in der Zwischenkriegszeit einige Bauten in Wien um, ehe er 1938 nach Indien fliehen musste. Glas hatte Kontakte mit dem ehemaligen Bürgermeister von Kalkutta, der in den frühen 1930er Jahren die Gemeindebauten des Roten Wien besucht hatte. In Westbengalen plante Glas das Hindusthan Building und das Chittaranjan Cancer Hospital im Zentrum Kalkuttas sowie Wohnhaussiedlungen im Vorort Alipore.
Die Historikerin Margit Franz hat Hans Glas und sein Wirken in Indien im Zuge ihrer Arbeiten über das deutschsprachige Exil in Britisch-Indien wiederentdeckt. Der Architekt Maximilian Eisenköck hat Glas‘ Hauptwerk, die Villa Rezek (Wilbrandtgasse 37, 1180 Wien) – 1933/34 von Glas für das jüdische Ärzteehepaar Anna und Philipp Rezek errichtet – von 2020 bis 2024 unter Wahrung größtmöglicher Originalsubstanz restauriert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Eine zweisprachige Publikation erzählt die Geschichte des Hauses, ihrer Auftraggeber und des Architekten Hans Glas.


Termine
26. November 2026, 18:00 Uhr

Weitere Informationen
Maximilian Eisenköck (Architekt) und Margit Franz (Historikerin) im Gespräch mit Antje Senarclens de Grancy (Architekturhistorikerin)


Museum für Geschichte
Palais Herberstein, Sackstraße 16, 8010 Graz
www.museum-joanneum.at/museum-fuer-geschichte
+43-316/8017-9810
geschichte@museum-joanneum.at
Haltestelle Schlossbergplatz/Murinsel: Straßenbahnlinien 3, 5


Gerne angeclickt in "Lesung/Vortrag/Diskussion" :)