„Wenn Worte zu Waffen werden“ - Sprache als politisches Instrument für Aufrüstung und Militarisierung

Mo 12.10., 18:00 Uhr

Info: clio-graz.net
Die Europäische Union hat sich entschieden. Aufrüstung und Militarisierung, um kriegstüchtig zu werden und im Wettkampf um die weltweite Neuaufteilung von Macht und Ressourcen mitmischen zu können. Die österreichische Bundesregierung hat sich entschieden. Stärkung der Kriegsfähigkeit durch Aufwertung und Aufrüstung des Militärs statt Sicherheit durch sozialen Frieden und Stärkung unserer Demokratie und Neutralität.
Wer aufrüsten will, muss dafür zuerst die Köpfe der Menschen gewinnen, und dabei spielt Sprache als „Werkzeug“ für Medien und Politik eine wesentliche Rolle. Durch gezielten Einsatz bestimmter Begriffe, Verharmlosungen oder den Hinweis auf Unvermeidbares wird Aufrüstung in der Gesellschaft als alternativlos dargestellt, ja als „Friedenssicherung“ bezeichnet.
Waffen werden als „Schutzschirme“ vermarktet und diplomatische Alternativen als „Schwäche“ hingestellt. Friedensengagierte Menschen und PazifistInnen werden lächerlich gemacht, als Naivlinge und „realitätsferne Träumer“ abgetan oder als Feiglinge und Drückeberger diskreditiert.


Termine
12. Oktober 2026, 18:00 Uhr

Weitere Informationen
Ruth Wodak (Sprachwissenschaftlerin, Wien/Lancaster)


Literaturhaus
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www.literaturhaus-graz.at
+43 (316) 380-8360
literaturhaus@uni-graz.at
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