Ökologisches Ausprobieren

Ein Projekt der Steirischen Kulturinitiative in Kooperation mit dem Institut für Architektur und Medien/TU Graz · der AHS Reininghaus · mit dem Verein Stadtteil Graz Reininghaus

Sujet der Veranstaltung
Ohne das Experiment keine Weiterentwicklung. Die Richtung ist klar, nachhaltige Materialien auch in der Kunstproduktion. Gemeinsam mit Künstler:innen und Jugendlichen hat sich die Steirische Kulturinitiative unter der tatkräftigen Unterstützung des Instituts für Architektur und Medien der TU Graz aufgemacht, um Auszuprobieren: Mit Alginaten und Ton. Innerhalb der Ausstellung finden sich nicht nur Ergebnisse eines mehrtägigen Workshops der beteiligten Künstler:innen, sondern auch die Ergebnisse eines Workshops mit den Jugendlichen der AHS Reininghaus. Die Professorin am IAM, Milena Stavrić, arbeitet seit rund 15 Jahren intensiv daran Architekturproduktion auf verschiedensten Ebenen nachhaltiger werden zu lassen. Mit ihrem Team hat sie sowohl parametrische Holzarchitekturen, die Basismaterialien Alginate oder auch Ton-Myzel-Mischungen in zeitgemäße Formensprachen gebracht. Und nun ist gemeinsam gearbeitet worden. Mit den Künstler:innen Jan Contala, Dominik Einfalt, Ina Loitzl, Beate Gatschelhofer und Barbara Schmid, sowie den Jugendlichen der AHS Reininghaus hat sich die Steirische Kulturinitiative unter der tatkräftigen Unterstützung des Instituts 3D-Prints, Ton und Alginaten genähert. Innerhalb der Ausstellung finden sich die Ergebnisse eines mehrtägigen Workshops der beteiligten Künstler:innen. Die Keramikkünstlerin Barbara Schmid experimentiert mit Gelatine und Erde, sichtbar in der Arbeit „Erdhäute“, Beate Gatschelhofer erweitert mit Ton und Papier; Ina Loitzl mit Ton und Textil. Dominik Einfalt lässt Ton- und andere organische Skulpturen mit Myzelien wachsen und Jan Contala reizt nicht nur die Maschinen am Institut mit seinen Architekturen aus, sondern beschäftigt sich mit dem Verschmelzen von Pilzen, Erden und Technologie.
Auch die Ergebnisse von Jugendlichen der 3. Klassen der AHS Reininghaus, entwickelt im Rahmen eines culture connected (Oead) geförderten Workshops werden ebenso ausgestellt. Selbst kann man ebenfalls mit seinem/ihrem Tun Teil der Ausstellung werden und bei Workshops mitmachen. Im Rahmen des Stadtteilfests in Reininghaus ist es möglich, innerhalb der Ausstellung (geöffnet von 13-22Uhr) im EG des Mirror der ÖSW Wohnbauträger GmbH in Reininghaus mit zu arbeiten.

BETEILIGTE: Jan Contala, Diane Herrick, Dominik Einfalt, Ina Loitzl, Beate Gatschelhofer, Elisabeth Gallaun-Enzinger, Julian Jauk, Cornelia Ott, Barbara Schmid, Schülerinnen und Schüler der AHS Reininghaus, Milena Stavrić, Hana Vašatko

Kuratorin und Projektleiterin: Nicole Pruckermayr

Eine Ausstellung im Mirror im EG, Reininghauspark 2a (neben Sparkasse), 8020 Graz.
Dank an ÖSW Wohnbauträger GesmbH


Termine
Eröffnung 11. Juni 2026, 18:00 Uhr
12. - 30. Juni 2026, versch. Beginnzeiten
1. - 10. Juli 2026, versch. Beginnzeiten

Weitere Informationen
Spezielle Termine

Donnerstag, 18. Juni, 18 -20 Uhr: Führung und Gespräch mit den Künstler:innen

Wir sind beim Stadtteilfest: Freitag, 3. Juli 13-22 Uhr

15-17 Uhr Workshop „Ton für groß und klein“ (ab 5 Jahre) mit der Kunstvermittlerin Elisabeth Gallaun-Enzinger
Die Freude am plastischen Gestalten steht ganz im Vordergrund! Formen und Gatschen, Schnitzen und Schneiden, alles was mit Tonerde gemacht werden kann, wird ausprobiert.
Alle sind Willkommen!

19-22 Uhr Workshop „Alginate“ mit Milena Stavric, Institut für Architektur und Medien / TU Graz
Alginate sind die strukturgebenden Teile von Algen. Welche architektonischen Formen können mit Alginaten entwickelt werden? Durch Experimente wird das Potenzial für Design, Kunst und Architektur getestet. Probiere es aus!



Dank an Institut für Architektur und Medien/TU Graz, ÖSW Wohnbauträger GesmbH, AHS Reininghaus, Stadtteilmanagement Reininghaus

Das Gesamtprojekt wird gefördert von Stadt Graz Kultur, Land Steiermark Kultur, culture connected, Bundesministerium für Bildung, Bezirksvertretung Graz Eggenberg, Verein Stadtteil Graz Reininghaus


ZU DEN BETEILIGTEN

Space Lab am Institut für Architektur und Medien (IAM) / TU Graz
Assoc.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Milena Stavrić und ihr Forschungsteam (Julian Jauk, Hana Vašatko, Cornelia Ott) forscht seit ca 15 Jahren an den Möglichkeiten mit verschiedenen ökologischen Werkstoffen neue Formensprachen und Anwendungsgebiete zu generieren. Sie öffnen für diese Zusammenarbeit ihre Werkstätten und geben Einblick in ihr Know-How.
https://iam.tugraz.at/


4. Klasse der AHS Reininghaus, Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium in Graz Reininghaus
https://www.ahs-reininghaus.at


Barbara Schmid
1964 geboren in Bregenz, lebt und arbeitet in Graz
1984-1988: Fachschule für keramische Formgebung in Graz
1995:Studienaufenthalt bei Katsuyuki Sakazume in Nakajo, Japan
2005-2007: Meisterschule für Kunst und Gestaltung in Graz
2009-2014: Studium an der Kunstuniversität Linz, MA
Preis der Stadt Varazdin, Keramik multiplex
Österreichvertreterin “European Ceramic context”, Bornholm
Meisterklassenpreis des Landes Steiermark
Honorary Degree 3. World Triennial Exhibition of small Ceramics, Zagreb
https://www.barbaraschmid.at/


Beate Gatschelhofer
(*1994 in Bruck an der Mur, lebt und arbeitet in Linz, AT) arbeitet vorwiegend im Bereich der Skulptur und konzentriert sich dabei auf keramische Materialien und Techniken, die häufig durch Gedichte ergänzt werden. Nach mehreren Ausbildungen im Bereich der Keramik und studiert Gatschelhofer seit 2018 Bildende Kunst an der Kunstuniversität Linz, in den Bereichen Bildhauerei – transmedialer Raum sowie Plastische Konzeptionen/ Keramik. Die künstlerische Praxis von Beate Gatschelhofer entfaltet sich im Spannungsfeld von Körper, Sprache und Material. Für das künstlerische Schaffen wurde Gatschelhofer mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Förderpreis des Keramikmuseums Westerwald (2024), der Talentförderungsprämie für Bildende Kunst des Landes Oberösterreich (2023) sowie dem Edition-Artelier-Preis der Neuen Galerie Graz (2021). Arbeiten von Gatschelhofer wurden bislang in Einzelausstellungen in Linz und Graz und Krakau sowie in Gruppenausstellungen in Österreich, Deutschland und Litauen gezeigt.
http://beategatschelhofer.com


Ina Loitzl
ist geb. 1972 in Klagenfurt am Wörthersee, sie ist eine österreichische Video- und Textilkünstlerin.
Die Faszination für den menschlichen Körper, ihres eigenen weiblichen, steht im Fokus von Ina Loitzls künstlerischer Arbeit. Ihr diesbezügliches multimediales Œuvre umfasst Objekte, Scherenschnitte, Collagen und Animationsfilme. Die Kraft und das Wunder Leben, der gleichzeitige Ekel vor offenem Fleisch, die Gratwanderung zwischen Lust und Schmerz, Blühen und Vergänglichkeit stehen in ihrer Ambivalenz sehr dicht nebeneinander.
Förderpreis für Bildende Kunst Land Kärnten, Atelierstipendium in Paris
http://inaloitzl.net/



Jan Contala
ist Architekt und Forscher. Mit seinem Architektur-Hintergrund bringt er räumliches Denken und Materialsensibilität in die Schaffung experimenteller Keramikformen ein. Er lebt in Innsbruck und gründete cera.LAB, um den sich entwickelnden Dialog zwischen Handwerk und Maschine zu erforschen. Seine Arbeit verbindet computergestütztes Design mit maßgeschneiderten Fertigungstechniken und interpretiert Ton neu als ein Medium, das durch Code, Präzision und Prozesse geformt wird.
https://www.cera-lab.com/



Dominik Einfalt
(*1996 in Graz, lebt und arbeitet in Wien, AT) ist Designer und Transmedialer-Künstler. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Technologie, Design und lebenden Systemen. Durch die Zusammenarbeit mit Organismen wie Pilzen und Bakterien erforscht er neue Formen der Ko-Kreation zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren. 2024 gründete er troost, ein Designstudio, das lebende Materialien mit zeitgenössischen Fertigungsmethoden wie dem 3D-Druck verbindet und so hybride Objekte entstehen lässt, die zwischen Natur und Technologie vermitteln.
https://www.dominik-einfalt.com/



Elisabeth Gallaun-Enzinger
Kunstvermittlerin
Freie Mitarbeiterin im Museum der Wahrnehmung in Graz
1994 Pädagogische Akademie der Diözese Graz Seckau, Ausbildung Museumsvermittlerin im schulischen- und außerschulischen Bereich
1990-1996 Universität Graz, Kunstgeschichtestudium


Reininghausgründe
Reininghausstraße, 8020 Graz


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