KUG-Symposium „Künstlerische Freiheit“
Wie frei ist die Kunst? Expert:innen aus Musik, Wissenschaft und Kultur erörtern am 20. Mai 2026 ab 13:00 Uhr in einem Symposium an der Kunstuniversität Graz die gesellschaftliche Bedeutung eines viel debattierten Begriffs und beleuchten das Grundrecht auf künstlerische Freiheit – und dessen Grenzen.
Foto: Alice_Müller

Artikel 17a, Staatsgrundgesetz
Seit 1982 ist die künstlerische Freiheit in Österreich verfassungsmäßig gesichert und somit ein zentraler Aspekt zur Verteidigung der Demokratie gegen autoritäre Entwicklungen. Die Freiheit der Kunst ist ein universelles Menschenrecht, das die Künstlerinnen und Künstler nicht nur vor staatlicher Zensur und Einflussnahme schützt, sondern auch die Basis für eine lebendige Kultur und vielfältiges Kunstschaffen darstellt.
Ein hochkarätig besetztes Symposium unter dem Thema „Künstlerische Freiheit“ der Kunstuniversität Graz beleuchtet das Grundrecht der Kunst und den umkämpften Begriff der Kunstfreiheit. Dabei werden folgende Fragen debattiert: Welchen Wert hat die künstlerische Freiheit für eine Demokratie? Wo ist die Freiheit der Kunst gefährdet? Wann hat die Kunst historisch betrachtet Grenzen überschritten, sich widersetzt und gesellschaftlich etwas in Bewegung gesetzt? Welche Gruppen von Menschen profitieren von der Kunstfreiheit? Wer bleibt unterrepräsentiert und ist zu wenig sichtbar? Expert:innen aus Musik, Wissenschaft und Kultur erörtern auch ethische Fragen im Spannungsfeld zwischen „Cancel-Culture“-Debatten, Diskriminierung, Machtmissbrauch, Fürsorgepflicht und Selbstzensur.
In drei Panels diskutieren u.a. die Juristin und Musikologin Antonia Bruneder, Klara Koštal, Leiterin des Fachbereichs kulturelle Vielfalt, Georg Kroneis, Künstler und Mitglied des Künstler:innenkollektivs Art House und Andreas Dorschel, Vorstand des Instituts für Musikästhetik an der Kunstuni Graz (KUG) das Grundrecht der Kunst. Über die Frage „Grenzen der Freiheit – Grenzen als Motor?“ debattieren die Femen-Aktivistin Inna Schewtschenko, Co-Geschäftsführung der vera* Vertrauensstelle für Kunst und Kultur, Meike Lauggas, der Intendant der Oper Graz, Ulrich Lenz, sowie die Jazzforscherin Christa Bruckner-Haring der KUG.
Im Anschluss erörtern bei dem Symposium im Theater im Palais Rektor:innen unter der Moderation von KUG-Rektor Georg Schulz die Rolle der Musikuniversitäten. Zu Gast in Graz sind: u.a. Elisabeth Gutjahr (ehemalige Rektorin Mozarteum), Martin Rummel (Anton Bruckner Privatuniversität), Gerhard Krammer (Joseph Haydn Privathochschule), Ulrike Sych (mdw Wien).
Programm:
13:00 Ankunft und Mittagsimbiss
13:45 Block 1: Künstlerische Freiheit: vom Grundrecht zur gelebten Realität
(Antonia Bruneder, Klara Koštal, Georg Kroneis, Andreas Dorschel)
15:30 Musikalische Beiträge
16:30 Block 2: Grenzen der Freiheit – Grenzen als Motor?
(Inna Schewtschenko, Meike Lauggas, Ulrich Lenz, Christa Bruckner-Haring)
18:00 Musikalische Beiträge
19:00 Block 3: Reflexion und Resonanz: die Rolle der Musikuniversitäten
(Elisabeth Gutjahr, Martin Rummel, Gerhard Krammer, Ulrike Sych)
(Moderation: Julia Schafferhofer und Georg Schulz)
Weitere Informationen
Wir bitten um Anmeldung per E-Mail (bdr@kug.ac.at), oder telefonisch unter +43 316 389 1105 (Marija Breitfuss-Loidl).
Theater im Palais
Leonhardstraße 15, 8010 Graz
www.kug.ac.at
+43 (0) 316 389 1330
info@kug.ac.at
Haltestelle Lichtenfelsgasse/Kunstuniversität: Straßenbahnlinien 1,7
öffentl. Parkplätze in der Umgebung (tagsüber blaue Zone)
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