Residual Bodies

Eröffnung Mi 3.6., 18:00 Uhr (bis Sa 26.9.)

Ort: Graz
Foto: kk
Flyer der Veranstaltung

Die Werkgruppe "Residual Bodies" operiert im
Spannungsfeld von Materialrest, Prozessualität
und emergenter Formbildung. Ausgangspunkt
ist das Residuum nicht als Abfallprodukt,
sondern als eigenständige Kategorie
plastischer Produktion, in der sich Fragen nach
Autorschaft, Kontrolle und Materialintelligenz
neu verhandeln.


Eröffnung: Di. 3. Juni 2026, 18:00
Eröffnungstext: Dipl. Päd.in Ing.in Anna Thaller
Musik: Juan Carlos Sungurlian
Studio Fauland


Termine
Eröffnung 3. Juni 2026, 18:00 Uhr
4. - 30. Juni 2026, Do - Sa 16:00 - 18:00 Uhr
1. - 31. Juli 2026, Do - Sa 16:00 - 18:00 Uhr
1. - 31. August 2026, Do - Sa 16:00 - 18:00 Uhr
1. - 26. September 2026, Do - Sa 16:00 - 18:00 Uhr

Weitere Informationen

Residual Bodies“ bricht den Mythos der "vollständigen Skulptur":
Nichts wird verworfen.
Materialkreisläufe werden sichtbar: Reste werden nicht
verborgen, sondern erhoben - zum Nachdenken über
künstlerische Produktion und Ressourcen.
Was bleibt übrig - materiell, emotional, kulturell - , wenn etwas
entfernt, zerstört oder verbraucht wurde? "Residual Bodies"
versteht keramische Reste nicht als Nebenprodukt, sondern als
Träger eines zweiten Lebens. Die Negativformen erhalten
Autonomie: Sie lösen sich vom Ursprung, werden zu eigenen
Körpern - fragil und zugleich beharrlich, identitätsstiftend durch
ihren Mangel. Nicht der Körper selbst, sondern seine Abwesenheit
erzählt die eigentliche Geschichte.
Die Residuen werden nicht als Abfall gedacht, sondern
als negatives Echo des Ursprungsobjekts: Hohlräume, Schatten,
Zwischenräume werden zu neuen Körpern. Aus dem, was fehlt,
entsteht eine eigenständige Formensprache.
Im keramischen Material speichern sich Druck, Energie, Zeit und
Handlung - sichtbar in Kanten, Rissen, in der Stille des Leeren.
Die "Residual Bodies" verkörpern das Fehlen als Ausdruck: Es ist
nicht das Material, das spricht, sondern dessen Lücke.
Die Extrudate stehen für Wachstum, Linie, klare Setzung.
Die Residuen stehen für Abwesenheit, Fragment, Erinnerung.
Beide zusammen bilden ein geschlossenes Ökosystem, das
aufzeigt: Raum entsteht durch Leere.

Veranstaltungsort: Studio Fauland Lendplatz 24, 8020 Graz


Graz
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