Heimatkörper

Was bleibt? Ein Ich ohne Etikett, ein Körper ohne Sichtbarkeit und Richtung?
Die Sehnsucht nach Verankerung führt beide zu einer Idee von Heimat. Einem Ort der Sicherheit, einem stabilen Fundament von Zugehörigkeit und Geborgenheit. Weniger ein konkreter Ort, mehr ein Zustand des Zuhause-Seins, Aufgehoben-Seins, der gesicherten Identität. Ein Heimatgefühl dem eigenen Körper, der eigenen Biografie gegenüber.
Heimatkörper lässt ein Archiv zweier Leben entstehen. Aufgewachsen in der gleichen Landschaft in unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Eines geprägt durch queere Identität, Migration und Distanz und eines, das von einem geordneten, sozialen Selbstbild zehrt, das im Alter zu bröckeln beginnt. Diese zwei Körper mit all ihren Prägungen, Widersprüchen, Erinnerungen, Zuschreibungen, Projektionen und Überlagerungen schaffen eine Brücke zwischen den Generationen, die nicht aus Gemeinsamkeiten, sondern aus geteilter Verwundbarkeit lebt.
Langsam, zögerlich und tastend wird der Körper beobachtet, befragt, freigelegt. Kreist zunächst jeder der beiden Performer um sich und sein Verhältnis zu Vergangenheit, Herkunft, Lebensweg so nähern sich im Verlauf des Abends die Bewegungen an, weichen zurück, spiegeln und reiben sich. Texte, erzählen von Erinnerungen und Heimaten und schreiben sich in die beiden Körper ein. Alltagsobjekte werden zu fremdartigen, skurrilen und zugleich zärtlichen Chiffren von Mentalität und Identität.
Den Sound zu Heimatkörper steuert die österreichische Künstlerin Ronja Klug bei. Aus Bildern und Texten der beiden Performer entwickelt sie klangliche Atmosphären, die zusammen mit Field Recordings – akustische Spuren von für Paar und Reinisch biografisch wichtigen Orten – in die Komposition einfließen.
HEIMATKÖRPER gibt keine Antworten. Es öffnet Spannungsräume. Es fragt, was bleibt, wenn Zuschreibungen brüchig werden – und was entsteht, wenn zwei Körper mit 50 Jahren Altersunterschied einander begegnen.
Weitere Informationen
Team
Choreografie, Performance: Sascha Paar
Performance: Karl Reinisch
Sound / Komposition: Ronia Klug
Künstlerische Mitarbeit: Jana Baldovino
Outside Eye: Ian Kaler
Licht: Rainer Ludwig
Sound: Nicholas Brown
Künstlerische Produktionsleitung: Rat & Tat Kulturbüro
Presse & Öffentlichkeitsarbeit: Simone Lutz
Spielortleitung: Federico Marin
Fotografie: Elisa Wüntscher
Grafik: Rose Pistola
Partner:innen und Fördergeber:innen
Kulturreferat der Stadt München, Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz, Das Land Steiermark; Hoch X Theatre und Live Art, STEFFEN SCHRAUT, TANZ-GRAZ, Österreichisches Generalkonsulat München, Die Produktion wird unterstützt von Tanztendenz München e.V. Diese Produktion ist eine Koproduktion mit dem Theater am Lend., Graz. Unterstützung Künstlerische Produktionsleitung Rat & Tat Kulturbüro, Treibstoff | Kostümfundus
Künstlerbiografien
Der Grazer Sascha Paar studierte an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und war bis 2023 Ensemblemitglied am Theater Chemnitz. 2023 zog er nach München und kehrte 2025 als aktiver Tänzer in Arbeiten von Johannes Härtl und Ceren Oran auf die Bühne zurück. Mit HEIMATKÖRPER startet er seine erste eigenständige Abendproduktion, die zugleich sein choreografisches Debüt in München darstellt.
https://www.saschapaar.com/
Karl Reinisch wurde in Wien zum Bühnentänzer ausgebildet. In den 1960er- und frühen 1970er-Jahren tanzte er an der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von John Cranko. Anfang der 1970er beendete er seine aktive Bühnenkarriere und gründete die Ballettschule Reinisch. 2025 kehrte er – nach fast fünfzig Jahren ohne öffentliche Auftritte – im Alter von über 80 Jahren auf die Bühne zurück.
Choreografie, Performance: Sascha Paar
Performance: Karl Reinisch
Sound / Komposition: Ronia Klug
Künstlerische Mitarbeit: Jana Baldovino
Outside Eye: Ian Kaler
Licht: Rainer Ludwig
Sound: Nicholas Brown
Künstlerische Produktionsleitung: Rat & Tat Kulturbüro
Presse & Öffentlichkeitsarbeit: Simone Lutz
Spielortleitung: Federico Marin
Fotografie: Elisa Wüntscher
Grafik: Rose Pistola
Partner:innen und Fördergeber:innen
Kulturreferat der Stadt München, Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz, Das Land Steiermark; Hoch X Theatre und Live Art, STEFFEN SCHRAUT, TANZ-GRAZ, Österreichisches Generalkonsulat München, Die Produktion wird unterstützt von Tanztendenz München e.V. Diese Produktion ist eine Koproduktion mit dem Theater am Lend., Graz. Unterstützung Künstlerische Produktionsleitung Rat & Tat Kulturbüro, Treibstoff | Kostümfundus
Künstlerbiografien
Der Grazer Sascha Paar studierte an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und war bis 2023 Ensemblemitglied am Theater Chemnitz. 2023 zog er nach München und kehrte 2025 als aktiver Tänzer in Arbeiten von Johannes Härtl und Ceren Oran auf die Bühne zurück. Mit HEIMATKÖRPER startet er seine erste eigenständige Abendproduktion, die zugleich sein choreografisches Debüt in München darstellt.
https://www.saschapaar.com/
Karl Reinisch wurde in Wien zum Bühnentänzer ausgebildet. In den 1960er- und frühen 1970er-Jahren tanzte er an der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von John Cranko. Anfang der 1970er beendete er seine aktive Bühnenkarriere und gründete die Ballettschule Reinisch. 2025 kehrte er – nach fast fünfzig Jahren ohne öffentliche Auftritte – im Alter von über 80 Jahren auf die Bühne zurück.
Theater am Lend
Wiener Straße 58a, 8020 Graz
www.theateramlend.at
+43 (0) 664 8443599
office@theater-am-lend.at
Haltestelle Am Damm: Buslinie 40, 67
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