Subversion & Perspektiven – Wie können wir die Gegenwart aufbrechen, damit eine andere Welt denkbar wird?“
Foto: Famakan Magassa

der Neuerfindung und des radikalen Träumens. Von mündli-
chen Traditionen bis zur spekulativen Gegenwartsfiktion
haben Autorinnen und Autoren dominante Narrative unter-
laufen, um Geschichte, Sprache und Zukunft zurückzuer-
obern. Senghor, Césaire und Damas zählen zu den prä-
gendsten Stimmen dieser Tradition.
In einer Welt, geprägt von kolonialen Hinterlassenschaften,
ausbeuterischen Ökonomien und kulturellen Auslöschun-
gen, ist Subversion mehr als Auflehnung: Sie ist eine schöp-
ferische Kraft, die die Gegenwart aufrüttelt und Raum für
neue Welten schafft. Für kommende Generationen bleibt sie
ein Weg, die Gegenwart zu hinterfragen und neue Horizonte
zu erkunden.
Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit kommt der Literatur
eine besondere Aufgabe zu: Hoffnung zu schenken, Wege
des Durchhaltens aufzuzeigen und neue Möglichkeiten des
Aufblühens zu schaffen. Das Festival stellt daher Subversi-
on und Zukunftsentwürfe ins Zentrum und fragt: Kann Lite-
ratur unterdrückende Strukturen aufbrechen und bessere
Welten erdenken?Im Fokus stehen afrikanische literarische Traditionen der
Vergangenheit und Gegenwart – von Mündlichkeit und Satire
über magischen Realismus und Afrofuturismus bis hin zu fe-
ministischen Narrativen und sprachlicher Innovation. Diese
Formen eröffnen Räume für alternative Zukünfte.
Chiala lädt dazu ein, zu entdecken, wie Subversion in der Li-
teratur Wege in die Zukunft eröffnet. Viele Autorinnen und
Autoren erfuhren Zensur, und ihre Texte zu lesen wird da-
durch zu einem Akt des Widerstands. Zugleich kann Lesen
missbraucht werden, um Kontrolle auszuüben, wenn der
Staat vorschreibt, was erlaubt oder verboten ist. Verbannte
Werke tragen von sich aus den Geist der Subversion, und
ihre heimliche Verbreitung erzählt von stillem Widerstand.
Afrikanische Literatur in europäischen Sprachen ist vor die-
sem historischen Hintergrund wesentlich eine Literatur des
Widerstands.
Ida Hadjivayanis | Sami Tchak
Kuration
Weitere Informationen
Auch in diesem Jahr wird das Festival von Ida Hadjivayanis und Sami Tchak kuratiert.
Unter dem Titel „Subversion & Perspektiven – Wie können wir die Gegenwart aufbrechen, damit eine andere Welt denkbar wird?“ widmet sich das Festival der Frage, wie zeitgenössische afrikanische Literaturen Subversion als kreative und gesellschaftliche Kraft nutzen, um bestehende Narrative zu hinterfragen und neue Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft zu eröffnen.
Die Eröffnung findet am Freitag, 17. April 2026, im KULTUM in Graz statt.
Wir freuen uns besonders, dass Stadträtin Dr.in Claudia Unger die Veranstaltung offiziell eröffnen wird.
Im Rahmen des Festivals erwarten das Publikum Lesungen, Gespräche und Begegnungen mit internationalen Autor:innen und Künstlerinnen.
Zu den Programmpunkten zählen unter anderem Beiträge des Ehrengasts Famakan Magassa sowie Lesungen der renommierten Schriftsteller: innen
Véronique Tadjo, Efua Traoré, Abdourahman Waberi, Osvalde Lewat, Bessora, Jamal Mahoub und Gloria D. Gonsalves.
Das Festival wird vom Verein Chiala organisiert und bietet Journalist vor Ort Möglichkeiten
zur Berichterstattung, Foto- und Videoaufnahmen
sowie – nach Verfügbarkeit – Gespräche mit beteiligten Autor:innen und Kurator: innen.
Unter dem Titel „Subversion & Perspektiven – Wie können wir die Gegenwart aufbrechen, damit eine andere Welt denkbar wird?“ widmet sich das Festival der Frage, wie zeitgenössische afrikanische Literaturen Subversion als kreative und gesellschaftliche Kraft nutzen, um bestehende Narrative zu hinterfragen und neue Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft zu eröffnen.
Die Eröffnung findet am Freitag, 17. April 2026, im KULTUM in Graz statt.
Wir freuen uns besonders, dass Stadträtin Dr.in Claudia Unger die Veranstaltung offiziell eröffnen wird.
Im Rahmen des Festivals erwarten das Publikum Lesungen, Gespräche und Begegnungen mit internationalen Autor:innen und Künstlerinnen.
Zu den Programmpunkten zählen unter anderem Beiträge des Ehrengasts Famakan Magassa sowie Lesungen der renommierten Schriftsteller: innen
Véronique Tadjo, Efua Traoré, Abdourahman Waberi, Osvalde Lewat, Bessora, Jamal Mahoub und Gloria D. Gonsalves.
Das Festival wird vom Verein Chiala organisiert und bietet Journalist vor Ort Möglichkeiten
zur Berichterstattung, Foto- und Videoaufnahmen
sowie – nach Verfügbarkeit – Gespräche mit beteiligten Autor:innen und Kurator: innen.
KULTUM - Kulturzentrum bei den Minoriten
Mariahilferplatz 3/I, 8020 Graz
www.kultum.at
+43 (316) 711133 792
office@kultum.at
Haltestelle Lendplatz/tim: Buslinien 40, 58, 63 , 67, 67E
Haltestelle Südtirolerplatz/Kunsthaus: Straßenbahnlinien 1, 4, 6, 7
Haltestelle Schlossbergplatz/Murinsel: Straßenbahnlinien 3, 5
Gerne angeclickt in "Lesung/Vortrag/Diskussion" :)
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