Einladung zur Premiere von Mein Lieblingstier heißt Winter

Premiere So 22.3., 18:30 Uhr (bis Fr 10.4.)

Foto: kk
Sujet der Veranstaltung
Der Debütroman des steirischen Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz, vertont vom Kärntner Musiker und Komponisten Lukas Kranzelbinder, in der Regie des Wieners Alexander Charim und zu szenischem Leben gebracht von Sänger:innen der Oper Graz, Schauspieler:innen und Gallionsfiguren des »Neuen Wienerliedes« wie Klemens Lendl (Die Strottern) oder Wolfgang Vincenz Wizlsperger (Kollegium Kalksburg). Eine Operettenserie in fünf Teilen, deren Folgen sich mittels unterschiedlicher Aufführungsorte in die Oper »hineinfressen«: Voilà, die Operette des 21. Jahrhunderts!

In Mein Lieblingstier heißt Winter nimmt Ferdinand Schmalz seine Leser:innenschaft mit auf eine abgründige Reise quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz, und liefert damit eine perfekte Vorlage für eine moderne Operette. Diese, häufig als seichte Unterhaltung unterschätzt, war bis zu ihrer Beschneidung durch die nationalsozialistische Kulturpolitik ein gesellschaftskritisches, subversives Genre, welches nun in neuer Form wiederaufersteht.
Lukas Kranzelbinder, bekannt mit der von ihm gegründeten Jazzformation Shake Stew, komponiert über die Grenzen klarer stilistischer Zuordnung hinaus und verleiht der Operette ihren ganz eigenen Klang von Surf Rock und Chanson bis zum Choral. Der Regisseur Alexander Charim nimmt die skurrile Einzigartigkeit der Vorlage auf und inszeniert den Roman als konkrete Kriminalgeschichte und abstrakte Gesellschaftssatire zugleich. Die von Schmalz selbst adaptierte Fortsetzungsoperette wandert über zwei Spielzeiten in fünf Folgen durch unterschiedliche Spielorte innerhalb der Oper Graz.
In der letzten Spielzeit begann alles in der Studiobühne: Der Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht sollte die Leiche seines krebskranken Kunden Doktor Schauer nach dessen Suizid aus einer Tiefkühltruhe entsorgen. Am Ende stand er jedoch vor einer leeren Truhe, von Schauer keine Spur … Vom zurückgezogenen Ingenieur Huber bis in die Pathologie verfolgten Schlicht und Schauers Tochter Astrid die Spur des Verschwundenen bis in die Montagehalle der Oper Graz, in der die Vergangenheit Schlichts ihn schließlich einholte.
Wie die gemeinsamen Geschäfte Schlichts und der Reinigungsfirmenbesitzerin Sabine Teufel von damals bis ins Heute reichen, und ob der Tiefkühlkostvertreter die größeren Zusammenhänge am Ende aufdecken kann, erfährt das Publikum nun im Herzstück des Opernhauses. Die Folgen dieser Spielzeit finden nämlich auf der Bühne statt.


Termine
Premiere 22. März 2026, 18:30 Uhr, 20:00 Uhr
26., 27. März 2026, 18:30 Uhr, 20:00 Uhr
10. April 2026, 18:30 Uhr, 20:00 Uhr

Weitere Informationen
Weitere Termine Folge 4:
- Do. 26.03.2026 um 18:30 Uhr
- Fr. 27.03.2026 um 18:30 Uhr
- Fr. 10.04.2026 um 18:30 Uhr

Weitere Termine Folge 5:
- Do. 26.03.2026 um 20:00 Uhr
- Fr. 27.03.2026 um 20:00 Uhr
- Fr. 10.04.2026 um 20:00 Uhr

Musikalische Leitung: Lukas Kranzelbinder
Inszenierung: Alexander Charim
Bühne & Kostüme: Ivan Bazak
Licht: Daniel Weiss
Dramaturgie: Katharina John
Chor: Stefan Birnhuber

Franz Schlicht: Tino Hillebrand
Kerninger / Der Hund / Der Hirsch: Mathias Lodd
Astrid Schauer / Der rotfaktorige Kanari / Sabine Teufel: Raphaela Möst
Dr. Bitter / Dr. Schauer: Josephine Renelt
Fabian / Ein Kind / Herr Bitter / Fabian: Martin Fournier
Urbanek / Tulp: Felix Heuser
Harald: Klemens Lendl
Norbert: Wolfgang Vincenz Wizlsperger
Urbaneks Totengräber: Raphaela Möst, Klemens Lendl, Wolfgang Vincenz Wizlsperger
Gäste bei Bitter: Raphaela Möst, Felix Heuser, Klemens Lendl, Mathias Lodd, Wolfgang Vincenz Wizlsperger
Klavier / Celeste: Benny Omerzell
Resonator-Gitarre / Cigar-Box-Gitarre: Christian Neuschmid
Akustische Gitarre / Singende Säge / Gesang: David Müller
Violine / Gesang: Klemens Lendl
Baritonhorn / Gesang: Wolfgang Vincenz Wizlsperger


Opernhaus
Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz
oper-graz.buehnen-graz.com
+43 (0) 316 80 08 0
oper@oper-graz.com
Haltestelle Kaiser-Josef-Platz/Oper: Straßenbahnlinien 1, 7; Buslinien 30, 31, 39
Öffentliche Parkplätze sowie Tiefgaragen in der Umgebung


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