An den Zufall glauben. Warum es trotz der Niederlage Freude macht, sich mit dem Spanischen Bürgerkrieg zu beschäftigen

Trotz der vielen Jahre, die seither vergangen sind, ist die Geschichte des Spanienkriegs als identitätsstiftende Tradition der europäischen Linken immer noch präsent. Dass diese Feststellung auch auf Österreich zutrifft, verdankt sich in einem erheblichen Ausmaß dem ehemaligen Spanienkämpfer Hans Landauer (1921–2014), der das Ergebnis seiner jahrelangen Forschungen im Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer zusammengefasst hat, bei dem ihm Erich Hackl zur Hand gegangen ist. Hackl selbst hat sich in Büchern wie Die Hochzeit von Auschwitz, Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick oder Im Leben mehr Glück, aber auch in kürzeren Reportagen und in Gedenkreden mit den durch den Spanischen Bürgerkrieg und seine Folgen entstandenen Querverbindungen zwischen Spanien und Österreich – den republikanischen Spaniern, die in das KZ Mauthausen deportiert wurden, und den österreichischen Freiwilligen, die an ihrer Seite gegen den Faschismus gekämpft hatten – beschäftigt. Er wird anhand mehrerer Einzelfälle über seine und Landauers Spurensuche berichten, die damit verbundenen Glücksfälle oder Misserfolge zur Sprache bringen und zwei kurze Texte lesen, in denen sich die unerlässlichen Tugenden des Widerstands in Spanien, Österreich und anderswo bündeln: Zusammenhalt, Solidarität, Erbarmen.


Termine
12. Mai 2026, 18:00 Uhr

Weitere Informationen
Erich Hackl (Schriftsteller, Wien)


Museum für Geschichte
Palais Herberstein, Sackstraße 16, 8010 Graz
www.museum-joanneum.at/museum-fuer-geschichte
+43-316/8017-9810
geschichte@museum-joanneum.at
Haltestelle Schlossbergplatz/Murinsel: Straßenbahnlinien 3, 5


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