Exit through the Coffee Shop

Do 29.1., 08:00 Uhr (bis Fr 30.1.)

Info: gat.news
Foto: Lukas Pauer/akk TU Graz
Plakat zur Veranstaltung
Exit Through the Coffee Shop verwandelt bis 30. Jänner 2026 das Foyer der Rechbauerstraße 12/1. KG, 8010 Graz in ein uminterpretiertes Wiener Kaffeehaus. Die Installation wirft eine (post-)koloniale Perspektive auf die Architektur des Habsburgischen Reichs und regt zu einem Dialog über die Bewältigung der imperial-kolonialen Vergangenheit und deren heutigen Erinnerungs- und Erzählformen an. Konzipiert von Lukas Pauer im Zuge seiner Gastprofessur am Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften an der TU Graz.

Mit der Installation assoziierte Veranstaltungen finden wie folgt statt:

27 Jan, 08:00-09:30h — Präsentations-Forum als Morgen-Kaffee-Dienst
30 Jan, 10:00-14:30h — Präsentations-Forum als Mittags-Kaffee-und-Kuchen-Dienst
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Die Installation betrachtet die Rolle der habsburgisch-österreichischen Architektur und Infrastruktur und ihre Verflechtungen mit der Geschichte des euro-westlichen imperial-kolonialen Expansionismus während des langen neunzehnten Jahrhunderts neu aus einer (post-)kolonialen Perspektive. Ihr Titel ist als Kritik daran zu verstehen, dass Besucher:innen von Österreichs musealisierten Kulturstätten zunehmend dazu angehalten werden, ihren Besuch, selbst bei historisch belasteten Objekten, mit einem verharmlosenden Gang durch ein kommerzialisiertes Kaffeehaus vor Ort abzuschliessen. Als Antwort darauf ist Exit through the Coffee Shop eine Installation in Form einer immersiven und interaktiven Nachbildung eines Kaffeehaus-Interieurs, um einen gezielteren Dialog über die Bewältigung der imperial-kolonialen Vergangenheit des Habsburgischen Reiches und deren heutigen Erinnerungs- und Erzählformen anzuregen. Sie schöpft dabei sowohl aus der komplexen Geschichte der Wiener Kaffeehaus-Kultur als auch aus den imperial-kolonialen Zusammenhängen zwischen Raum und Macht in der gebauten Umwelt.

Die Installation verwandelt den Ausstellungsort in ein uminterpretiertes Wiener Kaffeehaus-Interieur, in welchem Inhalte kritisch zur Schau gestellt werden. Durch die Zweckentfremdung vertrauter Objekte wie des Menüs, der Mehlspeisen-Vitrine, des Postkarten-Halters oder des Zeitungsstocks als Techniken der Ausstellung und Mittel zur Kritik werden vier Fallstudien aus dem Habsburgischen Reich neu betrachtet und dabei visuelle, materielle und räumliche Spuren in den Fokus gerückt, welche bislang vorwiegend romantisiert oder selektiv erinnert wurden: die habsburgisch-österreichische katholisch-christliche Kirche, das Julius Meinl Kolonialwaren- und Lebensmittel- unternehmen, das KK Priv DDSG Schifffahrtsunternehmen sowie das KK Priv Südbahn Verkehrsunternehmen. Durch die Gegenüberstellung der 'offiziellen' Narrative des Reiches mit 'alternativen' Gegennarrativen, die imperial-koloniale Verflechtungen sowie blinde und weisse Flecken in den Vordergrund rücken, lädt die Installation Besucher:innen dazu ein, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie umstrittene Vermächtnisse bis heute das kollektive Gedächtnis, die Identität und das kulturelle Erbe in Österreich prägen.


Termine
27. - 30. Jänner 2026, 08:00 - 20:00 Uhr

Weitere Informationen
Veranstaltungsort: Foyer Alte Technik, Rechbauerstraße 12/1.UG,


Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12, 8010 Graz
www.hb.tugraz.at
+43 (316) 873-6301
office@hb.tugraz.at
Haltestelle Maiffredygasse, Straßenbahnlinien 1,7


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