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Reihe » KUG Abonnements 2016/17 (alle Termine)
Kategorie » Musik

Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel
abo@MUMUTH 2016/17
Hänsel und Gretel als Flüchtlingskinder, „Schutzsuchende”, die vor Terror und Krieg in ihrer angestammten Heimat flüchten. In der Ferne, hinter dem Grenzzaun von Idomeni, in der Mitte des Waldes, sehen sie einen geschmückten Christbaum: Symbol der christlichen Nächstenliebe und eines Lebens in Wohlstand. Dass es in dieser Inszenierung von Engelbert Humperdincks Oper ein Happy End geben wird, schulden wir einzig und allein der Tatsache, dass es sich um ein Märchen handelt.

Opernorchester und Opernchor der KUG
Musikalische Leitung: Frank CRAMER
Inszenierung: Ernst M. BINDER
Ausstattung: Leonie BRAMBERGER (Studierende Bühnengestaltung)

Ernst Marianne Binder zu seiner Inszenierung von Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel

Engelbert Humperdincks Märchenspiel in drei Akten "Hänsel und Gretel" gilt gemeinhin als Kinderoper. Entstanden in der Spätromantik, wird sie gerne in der Adventzeit ins Repertoire der Opernhäuser geholt, um junge Menschen für das Medium Oper zu interessieren. Neben Modernisierungsversuchen im Sinne von poppigen, bunten Bühnenbildern und Videoeinspielungen wurde die Handlung oft psychologisch interpretiert. Dabei wird zuweilen die Partie der Hexe von der gleichen Sängerin wie die der Mutter gesungen. Üblich ist auch die Besetzung der Hexe mit einem Tenor; der Regisseur Giancarlo de Monaco inszenierte die Oper "nur für Erwachsene" und deutete die Geschichte als Kindesmissbrauch. Mich interessiert die gesellschaftspolitische Dimension dieser Oper und ich denke, sehr wohl auch Kinder mit dieser, meiner Deutung unserer Wirklichkeit konfrontieren zu können. Bei mir sind Hänsel und Gretel Flüchtlingskinder, "Schutzsuchende", die vor Terror und Krieg in ihrer angestammten Heimat flüchten. Ich lasse die Geschichte im griechischen Idomeni an der mazedonischen Grenze spielen. In der Ferne, hinter dem Grenzzaun, in der Mitte des Waldes, sehen sie einen geschmückten Christbaum: Symbol der christlichen Nächstenliebe und eines Lebens in Wohlstand. Dass sich die Verheißungen unserer Konsumgesellschaft gegen die Neuankömmlinge wenden, wissen wir nicht nur aus der Geschichte, die die Gebrüder Grimm erzählen. Dass es auf der Bühne trotzdem ein Happy End geben wird, schulden wir leider einzig und allein der Tatsache, dass es sich um ein Märchen handelt.

Info-Website www.kug.ac.at
Termine
Premiere: 28. Jänner 2017, 19:00 Uhr
30. Jänner 2017, 19:00 Uhr
1. Februar 2017, 19:00 Uhr
Weitere Informationen
18.15, MUMUTH, FOYER: MUMUTH Lounge „Sing-along“
Rodrigo ALGARA WOODHOUSE (28.01. & 01.02.)
Weiching CHEN (28.01. & 30.01.)
OPERNFRÜHSTÜCK: SO 22.01.2017, 11.00 Uhr, MUMUTH
(c) Foto: Johannes Gellner
Veranstaltungsort
MUMUTH - Haus für Musik und Musiktheater der Kunstuni Graz
Lichtenfelsgasse 14, 8010 Graz
Tel: +43 (0) 316 389 1330
- - - - -
haltestelle Lichtenfelsgasse, strassenbahn 1,7

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
* Holding Graz Linien
* Linienübersicht (Netzpläne Graz)
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MUMUTH - Haus für Musik und Musiktheater der Kunstuni Graz
Lichtenfelsgasse 14, 8010 Graz
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