Kategorie » Theater/Tanz

Judas

FASTENZEIT UND OSTERN in Graz 2017
Von Lot Vekemans, mobil in 24 Kirchengebäuden in der Steiermark
Die Entstehung einer Religion gleicht einer Revolution: eine Massenbewegung, die aus einer konkreten historischen Situation heraus den Zustand der Welt zum Besseren verändern will. Und einer, der wissen muss, wie das alles ganz am Anfang des Christentums war, ist Judas. Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet in ihrem Monolog der Ikone des Verrats ein Plenum und macht einen dramaturgisch wichtigen Nebencharakter zum Hauptdarsteller. Fast zwei Jahrtausende nach seiner Tat präsentiert sich Judas als Theaterfigur, lässt uns teilhaben an den Geschehnissen. Der Text ist Augenzeugenbericht, Verteidigungsrede, Image-Kampagne und Eingeständnis von demjenigen, der „schwarzer wurde als schwarz“, weil alle anderen die Schuld am Tod des Messias auf ihn abladen konnten, unter dem Motto: „Ich wasche meine Hände in Unschuld.“ Judas erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er spricht über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte, ohne die Verantwortung für sein Handeln zu leugnen. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder eher einer Rechtfertigung? War er ein Werkzeug oder ein Opfer des Schicksals? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Wie wäre die einfluss- und folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten hatte? Inzwischen ist das Christentum die größte weltumspannende Religion, 32% der Weltbevölkerung und mehr als 6 Millionen Österreicher*innen sind christlich getauft. Die imposanten Kirchengebäude, die unsere Städte und Gemeinden architektonisch mitprägen, sind sichtbares Zeugnis der geistlichen Kraft und des Selbstbewusstseins dieser Religion, die in ihrer langen Geschichte auch dunkle Kapitel hat, die zum aufgeklarten Christentum gehören. Und so verdankt sich diese Inszenierung auch dem Interesse zahlreicher Kirchenverantwortlicher an einer ungewöhnlichen Form der Auseinandersetzung: „Judas“ wird ausschließlich in Kirchen gezeigt, die mit ihrer speziellen Atmosphäre und Geschichte zu wichtigen Mitspielern in dieser Inszenierung werden.

Zum Stück:
Der Text ist Augenzeugenbericht, Verteidigungsrede, Image- Kampagne und Eingeständnis von demjenigen, der „schwärzer wurde als schwarz“, weil alle anderen die Schuld am Tod des Messias auf ihn abladen konnten, unter dem Motto: „Ich wasche meine Hände in Unschuld.“ Judas erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er spricht über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte, ohne die Verantwortung für sein Handeln zu leugnen. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder eher einer Rechtfertigung? War er ein Werkzeug oder ein Opfer des Schicksals? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Wie wäre die einfluss- und folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten hätte?

Regie Markus Kubesch Bühne und Kostüme Vibeke Andersen Dramaturgie Elisabeth Geyer

mit Fredrik Jan Hofmann

PREMIERE am 27. Jänner, 19.30 Uhr, MAUSOLEUM GRAZ

alle Vorstellungen:
Kath. Pfarre Graz-Dom/ Mausoleum – Premiere 27. Jänner 2017, 19.30 Uhr
Evang. Pfarrgemeinde Graz – Heilandskirche – 31. Jänner 2017, 19.30 Uhr
Evang. Pfarrgemeinde Bruck/Mur – 16. Februar 2017, 19.00 Uhr
Kath. Pfarrkirche St. Peter ob Judenburg – 2. März 2017, 19.00 Uhr
Kath. Pfarrkirche Kapfenberg-St. Oswald – 3. März 2017, 19.00 Uhr
Kath. Pfarrkirche Graz – Münzgraben – 4. März 2017, 20.00 Uhr
Kath. Pfarrkirche Heiligenkreuz am Waasen – 8. März 2017, 19.30 Uhr
Kath. Pfarrkirche Graz – Andritz – 11. März 2017, 20.00 Uhr
Kath. Pfarrkirche Graz – Hl. Schutzengel – 13. März 2017, 19.30 Uhr
Kath. Pfarrkirche Graz – Kalvarienberg – 16. März 2017, 20.00 Uhr
Kath. Pfarrkirche Graz – St. Andrä – 17. März 2017, 19.30 Uhr
Kath. Stadtpfarrkirche Fehring – 18. März 2017, 18.00 Uhr
Kath. Pfarrkirche Graz – Leechkirche – 21. März 2017, 19.30 Uhr
Kath. Pfarrkirche Murau – 27. März 2017, 19.00 Uhr
Evang. Pfarrgem. Mürzzuschlag – Heilandskirche – 4. April 2017, 19.00 Uhr
Kath. Benediktinerstift St. Lambrecht – 5. April 2017, 19.30 Uhr
Evang. Pfarrgem. Graz – Kreuzkirche – 9. April 2017, 9.30 Uhr
Kath. Basilika Graz – Mariatrost – 10. April 2017, 20.00 Uhr
Evang. Pfarrgemeinde A.B. Gaishorn – 11. April 2017, 19.00 Uhr
Evang. Pfarrgemeinde Leoben – 15. April 2017, 19.30 Uhr
Evang. Pfarrgemeinde A.B. Ramsau am Dachstein – 17. April 2017, 19.00 Uhr
Kath. Pfarrkirche Stadl an der Mur – 6. Mai 2017, 19.30 Uhr
Kath. PFARRKIRCHE ST. LORENZEN BEI SCHEIFLING, ST. LAURENTIUSGASSE 1, 8811 SCHEIFLING - 13. Mai 2017, 20:00 Uhr
GEFÄNGNISKAPELLE DER JA GRAZ-KARLAU, HERGOTTWIESGASSE 50, 8020 GRAZ - 9. Juni 2017, 15:00 Uhr
KATHOLISCHE PFARRE GRAZ - ST. VINZENZ, VINZENZGASSE 42, 8020 GRAZ - 9. Juni 2017, 19:30 Uhr
PFARRE GRAZ-STRAßGANG, FLORIANIBERGSTRAßE 15, 8054 GRAZ - 10. Oktober 2017, 19:30 Uhr
MUTTERHAUSKIRCHE DER GRAZER SCHULSCHWESTERN, GEORGIGASSE 84, 8020 GRAZ - 15. Februar 2018, 18:30 Uhr
AUGUSTINUM, LANGE GASSE 2, 8010 GRAZ - 15. März 2018, 19:30 Uhr
KATHOLISCHE KIRCHE GRAZ-ST. VEIT, ST. VEITER STRAßE 86, 8046 GRAZ - 21. März 2018, 19:00 Uhr
STADTPFARRKIRCHE DEUTSCHLANDSBERG, SCHULGASSE 11, 8530 DEUTSCHLANDSBERG - 23. März 2018, 19:00 Uhr
EVANG. PFARRGEMEINDE A.D. LEIBNITZ, EMMERICH-ASSMAN-GASSE 1, 8430 LEIBNITZ - 29. März 2018, 19:00 Uhr
Evang. Kreuzkirche Graz 15.4.18, 9.30 h
Pfarrkirche Kroisbach, 15.5.18, 19 h
Pfarrkirche St. Andrä 8.6.18, 19.30 h
Termine
Premiere 27. Jänner 2017, 19:30 Uhr
31. Jänner 2017, 19:30 Uhr
4. März 2017, 20:00 Uhr
11. März 2017, 20:00 Uhr
13. März 2017, 19:30 Uhr
16. März 2017, 20:00 Uhr
17. März 2017, 19:30 Uhr
21. März 2017, 19:30 Uhr
9. April 2017, 9:30 Uhr
10. April 2017, 20:00 Uhr
9. Juni 2017, 15:00 Uhr, 19:30 Uhr
10. Oktober 2017, 19:30 Uhr
15. Februar 2018, 18:30 Uhr
15. März 2018, 19:30 Uhr
21. März 2018, 19:00 Uhr
15. April 2018, 9:30 Uhr
15. Mai 2018, 19:00 Uhr
9. Juni 2018, 19:30 Uhr
Weitere Informationen
MOBIL VON JÄNNER BIS JUNI IN 24 KIRCHENGEBÄUDEN IN GRAZ UND DER STEIERMARK
In Kooperation mit der Katholischen Kirche Steiermark und der Evangelischen Kirche Steiermark
(c) Foto: Lupi Spuma


Veranstaltungsort/Treffpunkt