Stadt Graz
18.08.2017      Suche      Kontakt            Sitemap      Language Selection


Tagesübersicht
« August 2017 »
modimidofrsaso
  01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      

Veranstaltungs-
hinweise
» 7 Tage / Termine
» 30 Tage / Termine

twitter Follow me on twitter

ARCHIV
Kategorie » Theater/Tanz

Schiller - ein Lustspiel
Von Martin G. Wanko
Hier handelt es sich, wie zuletzt bei „Kohlbein und Schatz“, um ein weiteres Stück aus der Reihe „Classics in the basement“ und der AutorInnenzusammenarbeit des TiK. Martin G. Wanko ist der nach Stückaufträgen am häufigsten im TiK zu sehende Autor im letzten Jahrzehnt. Wanko, der mit Brachialtheaterstücken wie „Who killed Arnie“ begonnen hat, ist mittlerweile Mitglied des TiK-Leitungsgremiums und einer der PR-Verantwortlichen am Theater im Keller.

In dieser Arbeit nimmt sich Wanko Schillers an – oder besser gesagt: er nimmt sich Schiller vor. Wie nicht anders zu erwarten war, ist „Schiller – ein Lustspiel“ eine grobe Satire geworden. Basierend auf dem Schiller-Drama „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ hat sich Wanko zwar grob an Handlungsgerüst und dramaturgischen Aufbau der Vorlage gehalten, sonst aber keinen Stein auf dem anderen gelassen, die Tragödie zum Lustspiel umgearbeitet

Dem Idealischen in Schillers “Fiesco”, der die Macht über Genua erobert, um sie in die Hände der Republik zurückzugeben (mit den Worten „Ein Diadem erkämpfen ist groß. Es wegwerfen ist göttlich“ zerbricht er hier das Zepter der Alleinherrschaft und ruft die Freiheit Genuas aus), hat Martin G. Wanko misstraut.

Nicht daran glaubend, dass es den rein idealisch handelnden Politiker gibt, verlegt er die Handlung in ein zur Kenntlichkeit entstelltes Comic-Wien, den italienischen?/österreichischen? Stadtstaat Vienna, wo sich ein HC Fiesco mit dem Herzog von Vienna (Michele Doria) und seiner rechten Hand, der „jungen Hoffnung“ Sebastiano Verrina, gar durchtrieben herumschlägt. Ob autokratischer Diktator oder sogenannter Demokrat: jeder der in vielfacher Hinsicht im Stück vorgeführten Politiker versteht die Staatsform, die er anstrebt, als Möglichkeit, den Staat in seinem Sinne zu formen, also die Macht zu erlangen, zu erhalten und ansonsten anzuschaffen, was zu geschehen hat. Der Satz „Der Staat braucht eine neue Form.“, den Sebastiano Verrina in „Schiller – ein Lustspiel“ vor sich herträgt, kann da nur als gefährliche Drohung verstanden werden. Und HC Fiesco meint nicht ganz zu Unrecht: „Ich muss gar nix tun. So schlecht wie ihr regierts läuft mir das Volk in Scharen zu.“

Wanko versteht seine Schiller-Zertrümmerung weniger als Kommentar auf die Klassik und ihre Literatur, sondern eher als Möglichkeit, die Selbstzentriertheit und die im eigentlichen Kern des Handelns stets vorhandene Inhaltsleere gegenwärtiger (österreichischer) Politik satirisch zu beleuchten und vorzuführen. Dass ein Vollidiot ganz „demokratisch“ an die Spitze eines bedeutenden Staates gelangen kann, hat die Gegenwart in einem Ausmaß bewiesen, das das Groteske in Wankos „Schiller – ein Lustspiel“ im realen Leben noch zu übertreffen droht. Wankos Bühnenhamburger riecht ganz gut, droht süchtig zu machen, ist mit einem Biss verspeist, nährt kurzfristig unglaublich und hinterlässt ein Gefühl der Leere, das dem Gefühl entspricht, das der im Stück angeprangerten Politik als populistischem Getue zwanghaft folgt.

Regie: Alfred Haidacher
Mit: Katrin Ebner, Laura Koch, Matthias Dielacher, Christian Krall, Alexander Kropsch
Kostüme: Eva Weutz
Bühne: Alfred Haidacher
Technik: Peter Spall

Info-Website www.m-wanko.at
Termine
Premiere: 23. März 2017, 20:00 Uhr
25., 30., 31. März 2017, 20:00 Uhr
5. - 8., 20. - 22., 27. - 29. April 2017, 20:00 Uhr
Weitere Informationen
KARTEN
(c) Foto: Haidacher/TiK
Karten
Kartenverkauf Abendkassa

Veranstaltungsort
Theater im Palais
Leonhardstraße 15, 8010 Graz
Tel: +43 (0) 316 389 1330
Fax: +43 (0) 316 389 1031
- - - - -
haltestelle Lichtenfelsgasse: strassenbahn 1,7
öffentl. Parkplätze in der Umgebung (tagsüber blaue Zone)

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
* Holding Graz Linien
* Linienübersicht (Netzpläne Graz)
* BusBahnBim-Auskunft

 Stadtplan [*] Ort anzeigen
Facebook Auf Facebook teilen

Theater im Palais
Leonhardstraße 15, 8010 Graz
» weitere events anzeigen






Kulturserver Graz KulturServerGraz - Ein Service der Stadt Graz
© 2001-2017 Kulturamt der Stadt Graz
Kalender
Tagesübersicht
Veranstaltungshinweise
Veranstaltungsorte
Veranstaltungsreihen
Kinoprogramm

Erweiterte Suche

Aktuelle Kulturnachrichten
RSS/Kalenderformate
RSS-Feeds

Mobile Version
Twitter
Facebook
Newsletter Abo
Newsletter online
Javascript
Export
Kultur A-Z
KünstlerInnen A-Z
Einrichtungen A-Z
Festivals A-Z

Richtlinien A-Z

KünstlerInnen-Datenbank
Ausschreibungen
Veranstaltungsleitfaden
Kulturamt
Politische Organe
Selbstverständnis
MitarbeiterInnen
Logos Kultur/Wissenschaft
Kulturentwicklung
Förderungen
Sachförderungen
Preise
Stipendien
Einrichtungen
Projekte
Informationen/Kontakt
Impressum
Richtlinien Kalender
Richtlinien A-Z
Team
Kooperationen

Kontakt Kalender
Kontakt Kultur A-Z
Kontakt Kulturamt

Feedback Formular
Termineingabe Formular


twitter Follow me on twitter
Finde uns auf Facebook