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Kategorie » Theater/Tanz

Der Revisor
Komödie von Nikolaj Gogol. Bearbeitet von John von Düffel
Nach einer Rohübersetzung von Natascha Görde.
Emotional und vielleicht auch geografisch liegt ein kleines Städtchen zwischen dem Sehnsuchtsort Moskau und dem Verbannungsort Sibirien: tiefste russische Provinz. Es gerät aus dem Gleichgewicht, weil sich ein Gerücht in Windeseile verselbständigt: Ein Revisor aus dem fernen Moskau kommt! Schon ist er im Hotel abgestiegen, beschwert sich über die Qualität des Essens und weigert sich, die Rechnung zu bezahlen. Soviel Unmut ist gefährlich, steigt damit doch die Gefahr, dass der Beamte die Zustände nun besonders unerbittlich prüft. Schlendrian und Amtsmissbrauch drohen ans Licht zu kommen, von hygienisch fragwürdigen Zuständen im Krankenhaus, eigenwillig interpretierten Lehrplänen in der Schule bis zur Hundezucht im Gerichtssaal. Und wo die Honoratioren der Stadt vor dem langen Arm des Gesetzes zittern und den Moskauer Gast mit Gefälligkeiten und Geld zu bestechen versuchen, buhlen die erotisch ausgehungerten Mitbürgerinnen ihrerseits um die Gunst des vermeintlichen Mannes von Welt. Der Besucher, der natürlich keineswegs der gefürchtete Revisor ist, sondern bloß ein abgebrannter, aber blitzgescheiter kleiner Ganove, nutzt die Gunst der Stunde und verlässt die Stadt reich beschenkt. Im Gewand der Komödie zeigt Gogol eine verfilzte, auf Hierarchien ausgerichtete Gesellschaft zwischen Unterwürfigkeit und Größenwahn, Bestechung und Korruption. 1836 porträtierte er die russische Provinzseele vor dem Hintergrund des zaristischen Riesenreiches, dessen komplizierte Verwaltung dem Amtsmissbrauch Tür und Tor öffnete, und variierte dabei eine beliebte Mechanik der Dramatik des 19. Jahrhunderts: Eine vielleicht nicht ideale, an sich aber stabile Gesellschaft wird durch einen Fremden in den Ausnahmezustand versetzt, der eine Dynamik entfacht, die das System zerstört und Dinge ans Tageslicht bringt, die zuvor sorgsam verborgen waren. Wie dünn die Grenze dabei zwischen Tragödie und Komödie ist, zeigt sich auch hier: Wenn Chaos und Konfusion ausbrechen, lässt das Glücksrad die einen fallen und die anderen – zumindest für einen Moment – steigen.

Nikolaj Wassiljewitsch Gogol wurde 1809 auf einem Gut in der Ukraine geboren. Sein wichtigster Förderer war Alexander Puschkin, nachdem Gogol auf vielen Gebieten erfolglos geblieben war. Puschkin gab auch die Anregung für die Komödie „Der Revisor“. Der zunehmende Erfolg seiner gesellschaftskritischen, satirischen Werke konnte Gogols privates Unglück jedoch nicht ausgleichen: Als Jugendlicher litt er unter einer schlimmen Hautkrankheit und wurde als hässlich und missgestaltet beschrieben. Er starb im Alter von nur 43 Jahren, gequält von psychotischen Zuständen und Schizophrenie aufgrund exzessiven religiösen Fastens...

Regie Stephan Rottkamp
Bühne Kathrin Frosch
Kostüme Julia Plickat
Musik Bernhard Neumaier
Licht Thomas Trummer
Dramaturgie Jan Stephan Schmieding
Bühnenmusik Daniel Fuchsberger, Stefan Matl, Bernhard Neumaier

mit Julia Gräfner, Benedikt Greiner, Fredrik Jan Hofmann, Raphael Muff, Christiane Roßbach, Franz Solar, Silvana Veit

Termine
Premiere: 30. September 2016, 19:30 Uhr
4., 7., 22., 27., 29. Oktober 2016, 19:30 Uhr
2., 9., 10., 26. November 2016, 19:30 Uhr
16. Dezember 2016, 19:30 Uhr
31. Dezember 2016, 16:00 Uhr, 20:30 Uhr
5. Jänner 2017, 19:30 Uhr
Weitere Informationen
(c) Foto: Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz


Karten
Veranstaltungsort
Schauspielhaus Haus 1 (Hauptbühne)
Hofgasse 11, 8010 Graz
Tel: +43 (0) 316 80 08
Fax: +43 (0)316 80 08 3488
- - - - -
haltestelle Schauspielhaus: buslinie 30
haltestelle Jakominiplatz: buslinie 31,32,33,34,35,39,40; strassenbahn 1,3,4,5,6,7,13,14
öffentl. Parkplätze am Karmeliter- und Freiheitsplatz

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
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Schauspielhaus Haus 1 (Hauptbühne)
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