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Bettina Landl und Nick Acorne Katzenbaum: Rückbau (Arbeitstitel)

Skulptur beschreibt einen offenen, beweglichen Raum, Umgebung, Material, Struktur und Form. Skulptur ist Architektur und Werkzeug, wenn diese im Rahmen einer mehrstündigen Performance (Nick Acorne am Klavier) rückgebaut und damit gleichzeitig zur Denkfigur wird – in seine Einzelteile gebrochener Zusammenhalt, separate Morphs, Schatten. Alles, was wir sehen und beschreiben, könnte auch anders sein. Das Gestische reicht über die bloße Orientierung am Körper hinaus. Es formuliert Prozesse und letztlich als konstruierendes Moment menschliche Weltverhältnisse. Nach seiner Entfernung markiert das Objekt eine „Leerstelle“, bleibt resonant und Träger von Bedeutung, indem es durch eine Video- und Textinstallation (von Bettina Landl) repräsentiert wird. Perspektive begrenzt Raum, macht ihn endlich. Phänomene sind Gleichungen, intransitiv und transformativ, ständig neuen Zuschreibungen und Positionierungen ausgesetzt, transgressiv und (de)konstruktiv, Display, Folie. Sie unterliegen Phasenübergängen, ihrer eigenen An- und Abwesenheit, sind ephemer und enthalten schließlich ( ) – a nature void of : quality or state of being without something.

Nick Acorne, Komponist und Sound Designer: www.nickacorne.com
Bettina Landl, Künstlerin und Autorin: www.bettinalandl.com
Termine
Eröffnung 18. Jänner 2022, 10:00 - 14:00 Uhr
21. - 31. Jänner 2022, Di - So 10:00 - 18:00 Uhr
1. - 28. Februar 2022, Di - So 10:00 - 18:00 Uhr
2. - 6. März 2022, Di - So 10:00 - 18:00 Uhr
Weitere Informationen
Zur Eröffnung:
Der Katzenbaum für die Kunst, von Oliver Klimpel 2019 als zentrale Skulptur, vertikaler Raum sowie Ausstellungs- und Präsentationsdisplay für das Foyer des Kunsthauses entworfen, wird abgebaut. Begleitet von Nick Acorne am Klavier und Bettina Landl hinter der Kamera wird aus dem öffentlichen Abbau eine künstlerische Performance – Arbeitsgeräusche verbinden sich mit den euphonischen Klängen des Klaviers und dem Umgebungsvibrieren, die koordinierten Bewegungen des Abbauteams fließen mit den flüchtigen der Passant*innen ineinander. Aus der Abbauperformance entsteht eine Video- und Textinstallation, die das entfernte Objekt an der Leerstelle noch ein bisschen nachwirken lässt.

Die Abbauperformance wird gefilmt, die daraus entstehende Video- und Textinstallation wird von 21.01. bis 06.03.2022 im Foyer des Kunsthauses zu sehen sein. Ausschnitte und Fotografien werden online verwendet werden. Die Kunsthaus Graz GmbH behält sich das Recht vor, Veranstaltungen fotografisch/filmisch festzuhalten. Die Besucher*innen erteilen ihre ausdrückliche Zustimmung, dass die von ihnen oder im Zusammenhang mit der Veranstaltung gemachten Aufnahmen ohne Vergütung für firmeneigene Zwecke verwendet werden dürfen.

Website

(c) Foto: Bettina Landl
Veranstaltungsort/Treffpunkt