Stadt Graz
22.07.2017      Suche      Kontakt            Sitemap      Language Selection


Tagesübersicht
« Juli 2017 »
modimidofrsaso
          01 02
03 04 05 06 07 08 09
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31            

Veranstaltungs-
hinweise
» 7 Tage / Termine
» 30 Tage / Termine

twitter Follow me on twitter

ARCHIV
Reihe » aktuelle kunst in Graz 2017 (alle Termine)
Kategorie » Ausstellungen

Heribert Friedl
aktuelle kunst in graz 2017
Als ich den Finger aus dem gefiederten Po zog, hat es wahnsinnig angenehm nach frischem Lehm gerochen
In den ortsspezifischen Arbeiten, die der Künstler Heribert Friedl (* 1969 Feldbach, lebt in Wien) für seine Ausstellung im Künstlerhaus – Halle für Kunst & Medien entwickelt hat, gibt es wenig zu sehen. Denn den visuellen Reiz, der gemeinhin bei der Betrachtung von Kunst entscheidend ist, hält Friedl für überstrapaziert. Zu lange, zu intensiv, zu aufgeladen sei die meiste Kunst schon von vornherein auf ein zündendes Seherlebnis angelegt. Friedls künstlerische Praxis basiert auf gründlichen Recherchen zur Geschichte und den Besonderheiten des jeweiligen Ausstellungsorts. So hat er für das Künstlerhaus eine Soundinstallation entwickelt, die dessen Lage inmitten des Grazer Stadtparks als Ausgangspunkt nimmt. Gerade dort schwärmen mit dem Anbruch des Frühlings (und der Brutzeit) die heimischen Vögel umher und machen bereits ab dem Morgengrauen mit ihren individuellen Gesängen auf sich aufmerksam. Friedls auf handgefertigten Instrumenten eingespielte Kompositionen fügen sich subtil in das Vogelkonzert ein, erweisen sich als klangliche Ergänzungen, zuweilen sorgen sie auch für Überraschungsmomente. Für Laien sind die instrumentell erzeugten Klänge kaum von natürlichem Vogelgesang zu unterscheiden. Da ein Vogelkonzert aber einer präzisen Taktung nach der (Vogel-)Uhr folgt, unterlaufen Friedls Kompositionen die natürliche Abfolge.

Für die Resultate seiner nicht-materiellen, künstlerischen Praxis benutzt Heribert Friedl seit 1996 den Begriff „nonvisualobjects“. Unter dem Namen „nvo | nonvisualobjects“ bertreibt er gemeinsam mit dem Künstler Raphael Moser seit 2005 auch ein Label, welches für Interpretationen im Bereich des musikalischen Minimalismus steht. Bekanntheit erlangte Friedl aber insbesondere durch seine Duftarbeiten, die auf der wissenschaftlichen Erkenntnis basieren, dass wir visuelle Erlebnisse besser in Erinnerung behalten, wenn wir sie mit bestimmten Gerüchen verbinden. In der neuen, eigens für den Treppenaufgang im Inneren des Künstlerhauses geschaffenen Arbeit bringt Friedl geschichtliches Ereignis und Geruchserlebnis zusammen. Entlang des Treppenhauses hat der Künstler mit Duftstoffen die Zahl 1952 aufgetragen, die das Eröffnungsjahr des Künstlerhauses angibt.

Die Aromen der einzelnen Ziffern werden assoziativ bzw. spekulativ eingesetzt und stehen somit in einer Verbindung mit dem Ausstellungshaus. Obwohl die Gerüche vom Künstler nicht deklariert werden, fungieren sie trotzdem als Bindeglieder zwischen dem Ort und dessen Besuchern. Und da die volle Entfaltung der Duftnoten erst durch Reiben der behandelten Flächen hervorgerufen wird, wird in dieser Arbeit das olfaktorische Erlebnis – mit institutionskritischem Zwinkern – durch eine taktile Erfahrung ergänzt.

Der Titel der Ausstellung „Als ich den Finger aus dem gefiederten Po zog, hat es wahnsinnig angenehm nach frischem Lehm gerochen.“ bringt die Soundinstallation mit den Vogelstimmen im Außenraum und die Duftarbeit im Inneren des Künstlerhauses zusammen. Beide vereint, dass sie Bilder aus der Vorstellung hervorrufen. So konzentriert sich Heribert Friedls Praxis auf eine radikale Form von Kunst: das imaginäre Bild.

Heribert Friedl (*1969, Feldbach) schloss 1998 sein Diplom an der Universität für Angewandte Kunst in Wien mit Auszeichnung ab. Er ist Preisträger beim Förderungspreis für bildende Kunst in der Steiermark (1999), beim 31. Österreichischen Graphikwettbewerb (2009), des Universalmuseum Joanneum Preis (2010) sowie beim 33. Österreichischen Graphikwettbewerb (2013). nvo | nonvisualobjects, nonvisualobjects.com

Termine
Eröffnung: 6. Mai 2017, 19:00 Uhr
7. - 31. Mai 2017, Di. - So. 10:00 - 18:00 Uhr, Do. 10:00 - 20:00 Uhr
1. - 11. Juni 2017, Di. - So. 10:00 - 18:00 Uhr, Do. 10:00 - 20:00 Uhr
Weitere Informationen
Führung mit Frau Prof. Sabine Flach: 06.05.2017, 16:15
Sound Performance: 18.05.2017, 18:00
(c) Foto: Heribert Friedl
Veranstaltungsort
Künstlerhaus Graz - Halle für Kunst & Medien
Burgring 2, 8010 Graz
Tel: +43 (0) 316 740 084
email: hd@km-k.at
- - - - -
Halle für Kunst & Medien
Trägerschaft / operated by:
Kunstverein Medienturm
- - - - -
haltestelle Tummelplatz: buslinie 30
haltestelle Maiffredygasse: strassenbahn 1,7; buslinie 31,39

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
* Holding Graz Linien
* Linienübersicht (Netzpläne Graz)
* BusBahnBim-Auskunft

 Stadtplan [*] Ort anzeigen
Facebook Auf Facebook teilen

Künstlerhaus Graz - Halle für Kunst & Medien
Burgring 2, 8010 Graz
» weitere events anzeigen






Kulturserver Graz KulturServerGraz - Ein Service der Stadt Graz
© 2001-2017 Kulturamt der Stadt Graz
Kalender
Tagesübersicht
Veranstaltungshinweise
Veranstaltungsorte
Veranstaltungsreihen
Kinoprogramm

Erweiterte Suche

Aktuelle Kulturnachrichten
RSS/Kalenderformate
RSS-Feeds

Mobile Version
Twitter
Facebook
Newsletter Abo
Newsletter online
Javascript
Export
Kultur A-Z
KünstlerInnen A-Z
Einrichtungen A-Z
Festivals A-Z

Richtlinien A-Z

KünstlerInnen-Datenbank
Ausschreibungen
Veranstaltungsleitfaden
Kulturamt
Politische Organe
Selbstverständnis
MitarbeiterInnen
Logos Kultur/Wissenschaft
Kulturentwicklung
Förderungen
Sachförderungen
Preise
Stipendien
Einrichtungen
Projekte
Informationen/Kontakt
Impressum
Richtlinien Kalender
Richtlinien A-Z
Team
Kooperationen

Kontakt Kalender
Kontakt Kultur A-Z
Kontakt Kulturamt

Feedback Formular
Termineingabe Formular


twitter Follow me on twitter
Finde uns auf Facebook